München, Wiesbaden (epd). Vor rund zwei Jahren waren in Bayern rund 294.000 Wohnungen nicht bewohnt. Wie die Statistikämter des Bundes und der Länder auf Grundlage der Ergebnisse des Zensus 2022 am Donnerstag mitteilten, entsprach das im Freistaat einer Leerstandsquote von 4,4 Prozent. Damit lag diese Quote leicht über dem Bundesdurchschnitt von 4,3 Prozent. Von den bundesweit 43,1 Millionen Wohnungen waren demnach 1,9 Millionen nicht bewohnt. Bayernweit gibt es laut Statistik rund 6,6 Millionen Wohnungen.

Die Gründe für den Leerstand sind vielfältig. Von den 294.000 leer stehenden Wohnungen in Bayern im Jahr 2022 wären mehr als 87.000 innerhalb von drei Monaten verfügbar gewesen, während rund 71.000 saniert oder umgebaut wurden. Bei den übrigen waren die Gründe entweder nicht bekannt - oder sie wurden für künftigen Eigenbedarf freigehalten, hieß es. Insgesamt werden etwas mehr als drei Millionen Wohnungen in Bayern - dazu zählen auch ganze Häuser - von den Eigentümern selbst genutzt.

Bei den Heizarten zeigt sich: Ein überwiegender Teil wird noch über fossile Energieträger mit Wärme sowie Warmwasser versorgt. In rund 2,8 Millionen bayerischen Wohnungen wird Gas genutzt, in rund 1,9 Millionen Wohnungen Heizöl. Dagegen wird Holz nur in rund 640.000 Wohnungen als Energieträger eingesetzt, Fernwärme in 759.000 Wohnungen. Wärmepumpen waren 2022 nur für etwa 250.000 Wohneinheiten installiert.