Erlangen (epd). Der indische Friedensaktivist und Autor Harsh Mander wird erster Träger des Menschenrechtspreis der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU). Der Vizepräsident Research der FAU, Georg Schett, werde ihm den Preis am Montag (17. Oktober) übergeben, teilte die Universität am Mittwoch mit.

Mander war einer der Top-Favoriten des Osloer Friedensforschungsinstituts Pri, für den Friedensnobelpreis, heißt es in der Mitteilung. Harsh Mander arbeite mit Straßenkindern, die Massengewalt, Hunger oder Obdachlosigkeit erlebt hätten. Er war Sonderbeauftragter des Obersten Gerichtshofs von Indien und setzte sich für die Einhaltung des Rechts auf Nahrung ein. Als Mitglied des Nationalen Beirats des Premierministers habe er sich vor allem mit Sozialpolitik und Sozialgesetzgebung befasst.

Zusätzlich war Mander an zahlreichen zivilgesellschaftlichen Kampagnen beteiligt. Der Menschenrechtsforscher- und Aktivist macht sich mit seiner 2017 initiierten "Karawane der Liebe" "Karwan-e-Mohabbat" für Opfer religiöser Gewalt stark, teilte Prio mit. Mander hat zahlreiche Bücher geschrieben und an der Vrije Universität in Amsterdam promoviert.

Mit dem Menschenrechtspreis will die FAU international profilierte Personen auszeichnen, die sich sowohl wissenschaftlich als auch mit praktisch für Menschenrechte einsetzen, hieß es.