Dachau (epd). Noch bis zum 2. April 2026 ist in der evangelischen Friedenskirche Dachau die Ausstellung "Mit Worten die Welt verändern – Ein rassismuskritisches Alphabet" zu sehen. Sie entstand 2025 in Berlin und basiert auf dem Buch der afrodeutschen Bestsellerautorin Tupoka Ogette, die jedem Buchstaben von A bis Z einen Begriff rund um Rassismus zuordnet, Denkgewohnheiten hinterfragt und Wege zu rassismuskritischem Handeln zeigt.

Die Ausstellung wird durch das Programm "Demokratie leben!" des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert, vermittelt von der Partnerschaft für Demokratie Dachau, und vom Verein "Runder Tisch gegen Rassismus" sowie der Versöhnungskirche Dachau unterstützt.

Valerie Viban, Referent für Antirassismus- und Dekolonisierungsarbeit bei Brot für die Welt, kuratierte die Ausstellung. Auf der Vernissage diskutierte er mit den Aktivistinnen Modupe Laja und Kharis Ikoko über Diskriminierungserfahrungen Schwarzer Menschen in Deutschland und Empowerment. Ikoko brachte ihre Botschaft zusätzlich in Rap-Performances auf Englisch und Deutsch ein.

Historische Bezüge stellte Pfarrer Björn Mensing her, er erinnerte etwa an den afrodeutschen KZ-Dachau-Überlebenden Heinz Kerz. Diane Pohl, Sprecherin des Migrations- und Integrationsbeirats, berichtete von rassistischen Anfeindungen in Bayern und appellierte an mehr Zivilcourage.