Fürth (epd). Mütter sind häufiger berufstätig als vor 15 Jahren und werden dadurch finanziell unabhängiger von ihren Partnern. Das hat eine Untersuchung des Bayerischen Landesamts für Statistik ergeben, die die Situation von 1,1 Millionen Paaren in Bayern ausgewertet hat. Wie aus einer Mitteilung vom Donnerstag hervorgeht, sorgten im Jahr 2025 um zehn Prozentpunkte mehr erwerbstätige Mütter (66 Prozent) für den Großteil ihres Lebensunterhalts als im Jahr 2010 (56 Prozent). In diesem Zeitraum sei der Anteil der arbeitenden Mütter auf 81 Prozent gestiegen, heißt es.

Rund jede fünfte Mutter (21 Prozent) war im Jahr 2025 auf die Einkünfte von Angehörigen angewiesen. Sieben Prozent bezogen daneben die überwiegenden Mittel für ihren Lebensunterhalt aus dem Elterngeld, das mit einem Anstieg von drei Prozent eine größere Rolle spielte als noch 15 Jahre zuvor. Bei Kindern unter sechs Jahren ist die Abhängigkeit der Mütter vom Einkommen Angehöriger noch stärker. Danach steigt mit der Erwerbstätigkeit der Frauen auch ihre finanzielle Unabhängigkeit.