Straubing (epd). Der Naturschutz hat nach Ansicht des Vorsitzenden des bayerischen Landesbundes für Vogel- und Naturschutz (LBV), Norbert Schäffer, im zurückliegenden Landtagswahlkampf viel zu wenig Aufmerksamkeit durch die Politik erfahren. Seit zwei Jahren sei die Aufbruchstimmung auch in der Gesellschaft deutlich abgeflaut, monierte Schäffer laut einer am Samstag verbreiteten Mitteilung bei der LBV-Delegiertenversammlung in Straubing. "Einige Politikerinnen und Politiker haben Arten wie Wolf, Fischotter und Bär instrumentalisiert, um die politische Debatte anzufeuern", sagte er.

Nach der Wahl sollte endlich wieder konstruktiv miteinander geredet werden, forderte Schäffer. Der LBV zählt den Angaben zufolge zurzeit 115.000 Unterstützer, von denen sich jährlich mehrere tausend ehrenamtlich für Vögel und Natur vor Ort engagierten. "Heimat ist nicht nur Bierzelt, Blasmusik und Böllerschützen, sondern auch Kiebitz, Schwalbenschwanz und Murnauer Moos", so Schäffer. Niederbayerns Regierungspräsident Rainer Haselbeck lobte das Engagement: "Mehr LBV kann unserer Gesellschaft nur guttun."

Den Engagement-Preis des Verbandes erhielten bei der Veranstaltung Uwe Görtz (Augsburg), Barbara Meyer (Main-Spessart) sowie das Team des LBV-Shops in München. Der Nachwuchs-Engagement-Preis ging an Miriam Wolf und Anna Dachs von der LBV-Hochschulgruppe Straubing.