Nürnberg (epd). Zum 30-jährigen Bestehen des Netzwerks der Ausländer-, Migranten- und Integrationsbeiräte Bayerns AGABY hat deren Vorsitzende Mitra Sharifi die bayerische Staatsregierung aufgefordert, das Bündnis dauerhaft zu fördern. Aktuelle demokratiefeindliche Entwicklungen stellten die Arbeitsgemeinschaft vor neue Herausforderungen, sagte Sharifi in einer Mitteilung am Donnerstag. Rassistische und diskriminierende Übergriffe und demokratiefeindliche Haltungen würden zunehmen und Wachsamkeit und gemeinsames Handeln erfordern. AGABY sei eine "starke kritische und zugleich konstruktive Stimme der Migrantinnen und Migranten", so die Vorsitzende.

In den 1990er-Jahren sei AGABY noch ein ehrenamtlicher Zusammenschluss der damals sogenannten Ausländerbeiräte gewesen, erinnerte Sharifi. Seit Anfang der 2000er Jahre werde das Netzwerk vom Freistaat Bayern finanziell gefördert. Bayernweit seien Aktionen für die Einführung des kommunalen Wahlrechts durchgeführt worden. Mit weiteren Projekten widme man sich den Themen Arbeitsmarktintegration und Antidiskriminierung.

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