Augsburg (epd). Der Augsburger Dom ist um ein Kunstwerk reicher: Am Samstagabend wurde das Ulrichsfenster im Südschiff der Kathedrale eingeweiht, wie das Bistum mitteilte. Das Fenster wurde von der Künstlerin Celia Mendoza aus Fürstenfeldbruck entworfen. Ihr Entwurf hatte zuvor einen Künstlerwettbewerb gewonnen. Das Werk erzählt den Angaben zufolge in einer symbolisch-abstrakten Form das Leben des heiligen Ulrich.

Bischof Bertram Meier betonte, das Fenster sei eine Verneigung vor dem Heiligen in der "Formensprache und Farbigkeit des 21. Jahrhunderts". Das Ulrichsfenster hat rund 200.000 Euro gekostet und wurde durch Mittel des Bischöflichen Stuhls sowie durch Spenden von Stiftungen und Privatpersonen finanziert.

Zu den dargestellten Motiven gehören Ulrichs Besuch bei der Einsiedlerin Wiborada und seine Fürsorge für die Armen. Ein zentrales Element ist der Friede von Tussa aus dem Jahr 954, durch den ein Krieg verhindert wurde. Dieser diplomatische Erfolg des Bischofs könne, so Bischof Meier, "gerade in der heutigen Zeit wieder als Beispiel und Inspiration dienen".