Nürnberg (epd). Am 24. April um 14 Uhr startet die Kirchengemeinde St. Markus in Nürnberg ihr Projekt "Platz für alle". Wie Pfarrerin Silvia Wagner dem Evangelischen Pressedienst (epd) mitteilte, konnten für das zunächst dreijährige Projekt mehr als 150.000 Euro Fördergelder der Deutschen Fernsehlotterie eingeworben werden. Ziel des Projekts sei, niedrigschwellige Angebote für den gesamten Stadtteil Gibitzenhof zu entwickeln, neue Ehrenamtliche zu gewinnen und sich mit anderen lokalen Gruppen und Trägern zu vernetzen.
In einem ersten Schritt war bereits 2023 der "FreiRaum" in der Markuskirche eröffnet worden, in dem vielfältige Angebote ein Zuhause fanden. Der Raum werde in einem Pilotprojekt von der Stadt Nürnberg für 15 Stunden pro Woche gemietet, damit dort städtische oder freie Träger Begegnungs-Cafés, Sportangebote, Sprachkurse und Kulturelles anbieten können. Mit dem neuen Projekt konzentriere man sich noch deutlich stärker auf den Platz vor der Kirche, sagte Wagner.
Herausfinden, was die Menschen interessiert
Gemeinsam mit der Stadt und der Diakonie in Nürnberg sollen in der kommenden Zeit Konzepte für wiederkehrende und einzelne Veranstaltungen entstehen. "Das Ziel ist, die Menschen, die hier wohnen, einzubeziehen und rauszukriegen, welche Angebote sie interessieren", erklärte Wagner. Mithilfe der Förderung habe man eine neue Stelle mit einem Umfang von 20 Stunden die Woche für die Projektentwicklung schaffen können.
Zur Projekteröffnung am 24. April sprechen Pfarrerin Silvia Wagner und Oberbürgermeister Marcus König (CSU) sowie die Projektleiterinnen Lisa Betz und Michaela Schlosser. Es gebe Musik, Mitmach-Aktionen, Infostände, ein Dialog-Café sowie einen Auftritt des Kindergartens St. Markus. "Wir wollen Orte schaffen, an denen Begegnung stattfindet, barrierefrei und ohne Konsumzwang, und an denen Menschen ihre Talente und Ideen entfalten können" sagte Wagner.