Landsberg a.Lech, Freetown (epd). Hoffnung für mehr als 1.400 Menschen aus Sierra Leone. Das Hospitalschiff "Global Mercy" ist für einen Hilfseinsatz in die Hauptstadt des westafrikanischen Landes, Freetown, zurückgekehrt. Die "Global Mercy" ist laut eigenen Angaben das größte zivile Hospitalschiff der Welt. In zehn Monaten sollen mehr als 1.400 Operationen durchgeführt werden, teilte die internationale Hilfsorganisation Mercy Ships mit Sitz in Landsberg am Lech mit. Gleichzeitig werde die Schulung von medizinischen Fachkräften aus Sierra Leone fortgesetzt.
Die "Global Mercy" verließ das Land im Juni, nachdem in den vorangegangenen zehn Monaten an Bord 1.979 Operationen für 1.728 Patienten durchgeführt und 145 einheimische medizinische Fachkräfte fortgebildet worden seien, hieß es weiter. Die Rückkehr des Schiffes nach einem jährlichen Wartungsaufenthalt auf Teneriffa sei auf Einladung von Präsident Julius Maada Bio erfolgt. Mercy Ships ermögliche an Bord des schwimmenden Krankenhauses chirurgische Eingriffe und Behandlungen in verschiedenen Fachbereichen von Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie über pädiatrische Orthopädie bis hin zu Augenheilkunde.
Die Arbeit von Mercy Ships trägt sich ausschließlich durch Spenden. Seit mehr als 45 Jahren ist die Organisation an verschiedenen Orten der Welt unterwegs. Gegründet wurde sie 1978 von dem Ehepaar Deyon und Don Stephens im schweizerischen Lausanne. Seitdem konnten laut Organisation mehr als 100.000 Operationen vorgenommen werden, knapp drei Millionen Menschen profitierten von der Arbeit.