Nürnberg (epd). Die Journalistin Sophie von der Tann hat die Patenschaft für den aktuellen Wettbewerb des Deutschen Menschenrechts-Filmpreises übernommen. Man freue sich außerordentlich, mit von der Tann eine "starke Persönlichkeit, engagierte Journalistin und überzeugende Stimme der demokratisch verfassten Zivilgesellschaft" als Patin gewonnen zu haben, teilte der Veranstalterkreis des Filmwettbewerbs am Dienstag in Nürnberg mit. Sie werde auch bei der Preisverleihung am 5. Dezember in der Nürnberger Tafelhalle zu Gast sein.

"Menschenrechte, die universell gelten, sind an vielen Orten der Welt heute so bedroht wie seit Langem nicht", sagte von der Tann, die beim Bayerischen Rundfunk (BR) arbeitet, laut Mitteilung. Gleichzeitig werde die internationale Rechtsordnung infrage gestellt und ihre Institutionen geschwächt. Umso wichtiger sei eine freie Presse, die Missstände aufdecke und Menschen ermögliche, sich eine eigene Meinung zu bilden. Dazu leisteten auch die Filme, die der Deutsche Menschenrechts-Filmpreis auszeichne, einen wichtigen Beitrag, so die Journalistin.

Medien- und Meinungsfreiheit als essenzielle Dimension von Menschenrechten

Als ARD-Korrespondentin für Israel und die palästinensischen Gebiete von 2021 bis 2026 stehe von der Tann vor allem für Medien- und Meinungsfreiheit als essenzielle Dimension von Menschenrechten ein, teilten die Veranstalter weiter mit. Sie lasse in ihrer journalistischen Arbeit alle beteiligten Seiten zu Wort kommen und hinterfrage deren Positionen. Dafür werde sie immer wieder wegen angeblicher Parteinahme aus den verschiedensten politischen Lagern angefeindet.

Der Deutsche Menschenrechts-Filmpreis ist ein unabhängiger Medienwettbewerb und wird alle zwei Jahre vergeben. Der Preis wird aktuell von 20 Organisationen der Zivilgesellschaft gestaltet, finanziert und durchgeführt. Zu den Trägern gehören Organisationen der Menschenrechts-, Bildungs-, Kultur- und Medienarbeit, konfessionell geprägte Organisationen, Gewerkschaften sowie Wohlfahrtsverbände und kommunale Einrichtungen. Die Geschäftsführung liegt beim Nürnberger Menschenrechtszentrum.