München (epd). 80 Prozent der Lehrerinnen und Lehrer an bayerischen Gymnasien nutzen Tools mit künstlicher Intelligenz (KI) für ihre Arbeit, mehr als die Hälfte von ihnen - nämlich 62 Prozent - zur Erstellung von Aufgaben. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Bayerischen Philologenverbands (bpv) unter rund 3.300 Lehrkräften, wie der bpv am Donnerstag mitteilte. Weitere von der KI gestützte Aufgaben seien demnach die Unterrichts- und Stundenplanung sowie die Erstellung von Texten und Übersetzungen (je 51 Prozent). KI-generierte Bilder und Videos nutzten 40 Prozent der Befragten. Ebenfalls knapp 40 Prozent setzten KI-Tools zudem direkt im Unterricht ein.

"Lehrkräfte erleben täglich, dass KI Routineaufgaben erleichtern und Zeit für die pädagogische Arbeit mit den Schülerinnen und Schülern schaffen kann", so der bpv-Vorsitzende Michael Schwägerl. Gleichzeitig dürfe KI pädagogische Entscheidungen nicht ersetzen. Die Umfrage habe auch ergeben, dass mehr als zwei Drittel der Befragten (71 Prozent) die KI-Angebote der BayernCloud Schule (ByCS) nutzten und damit auf datenschutzkonforme, staatlich bereitgestellte Anwendungen zurückgriffen. Allerdings reichten fast der Hälfte die Token nicht, die dafür benötigt werden. Hier sieht der Verband Nachbesserungsbedarf.