Würzburg, Bonn (epd). Die Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU) könnte die dritte bayerische Exzellenzuniversität werden. Am 2. Oktober entscheidet die Exzellenzkommission in Bonn, welche Universitäten und Universitätsverbünde neu als Exzellenzstandorte ausgewählt und künftig gefördert werden. Bis zu fünf weitere Standorte können in die Förderung aufgenommen werden, wie der Wissenschaftsrat in Köln am Freitag mitteilte. Bundesforschungsministerin Dorothee Bär (CSU) wird die Ergebnisse mitteilen.

Unter dem Titel "Empowering for Change" hat die Uni Würzburg monatelang an ihrem Konzept gearbeitet. Mit dem Exzellenz-Status ist eine millionenschwere Förderung verbunden. Sollte die Bewerbung Erfolg haben, "kommt das unserer internationalen Sichtbarkeit zugute", sagte JMU-Präsident Paul Pauli im vergangenen Jahr. Zudem eröffne es finanzielle Freiräume, "mit denen wir unsere Universität für Studierende, Forschende und Förderer noch attraktiver machen können".

Neben Würzburg gibt es zehn weitere Bewerber

Neben Würzburg haben sich zehn weitere Standorte beworben: das Ruhr Innovation Lab (Ruhr-Universität Bochum, Technische Universität Dortmund), die Northwest Alliance (Universität Bremen, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg), die Rhein-Main-Universitäten (Technische Universität Darmstadt, Goethe-Universität Frankfurt am Main, Johannes Gutenberg-Universität Mainz), die Universität Freiburg, die Justus-Liebig-Universität Gießen und die Philipps-Universität Marburg, die Leibniz Universität Hannover, die Medizinische Hochschule Hannover, die Friedrich-Schiller-Universität Jena, die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel sowie die Universität zu Köln.

Würzburg wäre die dritte Exzellenz-Uni in Bayern, wo bislang nur München Exzellenz-Standort ist: Die Ludwig-Maximilians-Universität und die Technische Universität München haben den Titel seit 2006 inne und seither mehrmals erfolgreich verteidigt.