Würzburg (epd). Diesen Mittwoch (22. April) werden in Würzburg zehn weitere sogenannte Stolpersteine zur Erinnerung und zum Gedenken an Opfer der Nationalsozialisten verlegt. Nach der 36. Verlegung liegen 722 Stolpersteine in Würzburg, so viele wie in keiner anderen bayerischen Stadt, teilten die Organisatoren mit. Ab 19.30 Uhr findet im Röntgen-Gymnasium ein Vortrag mit dem Thema "Täter in Roben - die Verbrechen der NS-Militärjustiz" statt. Halten wird ihn Elisabeth Kohlhaas, Leiterin des Erinnerungsortes Torgau.
Das Stolpersteine-Projekt des Künstlers Gunter Demnig startete im Jahr 1992 und ist mit mehr als 75.000 Stolpersteinen in über 25 Ländern das größte dezentrale Mahnmal weltweit. Die Steine, kleine quadratische Bronzeplatten in Kopfsteinpflastergröße mit Informationen zu den Personen, werden immer vor den letzten selbst gewählten Wohnorten der Opfer in den Boden eingelassen. Die bayerische Stadt mit den zweitmeisten Stolpersteinen ist Regensburg mit über 240 Stück. Der Würzburger Arbeitskreis ist seit rund 15 Jahren aktiv.