Berchtesgaden (epd). Rechtsterrorismus und seine Folgen nimmt der Lernort Dokumentation Obersalzberg ab Freitag (12. Juni) in den Blick. Die Wanderausstellung des Museums "Memorium Nürnberger Prozesse" mit dem Titel "Rechtsterrorismus. Verschwörung und Selbstermächtigung 1945 bis heute" beleuchte historische und aktuelle Formen dieser Gewalt, teilten die Veranstalter am Montag mit. "Rechtsterrorismus stellt bis heute eine Bedrohung für Demokratien weltweit dar", heißt es in der Pressemitteilung. Ein Schwerpunkt der Schau liege auf den Perspektiven der Opfer und Betroffenen. Die Ausstellung ist bis 27. September zu sehen.
Ziel von Rechtsterroristen sei es, Angst zu verbreiten, gesellschaftliche Spaltungen zu vertiefen und demokratische Strukturen zu destabilisieren, erklärte die Dokumentation Obersalzberg. Die Wanderausstellung thematisiere unter anderem das Oktoberfestattentat von 1980 sowie die Morde des sogenannten NSU zwischen 2000 und 2007. Deutlich werde dabei, dass Rechtsterrorismus "keine kurzfristige oder lokale Erscheinung der Gegenwart, sondern ein wiederkehrendes Phänomen der deutschen und internationalen Geschichte" sei.
Öffentliche Führungen und Workshops
Jeden Dienstag um 11 Uhr finden öffentliche Führungen durch die Ausstellung statt. Zudem können Interessierte einen Workshop mit dem Titel "Rechtsextremismus unter der Lupe" buchen.