Fürth (epd). Im Fürther Stadtwald findet am 22. März um 16 Uhr eine "Wild Church" statt. Dabei handelt es sich um ein etwa neunzigminütiges Treffen, das "Glauben und Natur auf einfache und achtsame Weise verbindet", teilte das evangelische Dekanat Fürth am Freitag mit. Im Zentrum der Feier stehe eine Zeit, in der alle für sich unterwegs sind. Die Teilnehmenden gehen langsam durch den Wald, lassen sich von einem Ort ansprechen und bleiben dort eine Weile stehen oder sitzen.
Sie nehmen wahr, was sie umgibt, und lassen sich auf diesen Ort ein. "Die Stille, das Knistern in den Bäumen, das Vogelzwitschern, das Licht, das durch die Blätter fällt. Ich spüre im Wald, dass Gott da ist", sagte die Fürther Pfarrerin Christiane Lehner dem epd. Vor Ort entstehe Raum für Ruhe, Eindrücke und innere Resonanz. "Es ist kein Open-Air-Gottesdienst in der Form, dass wir das machen, was wir sonst im Kirchenraum machen", erklärte Pfarrer Peter Aschoff. Man versuche, die Natur nicht als Kulisse zu betrachten, "sondern wir nehmen teil daran". Anschließend werden Eindrücke im Kreis geteilt, bevor ein kurzer Segen die Feier abrunde.
Waldbaden und Spaziergänge
Die Idee der "Wilden Kirche" habe ihren Ursprung in Nordamerika. Sie ermutige dazu, die Gegenwart Gottes nicht ausschließlich in Kirchenräumen, sondern bewusst in der Natur wahrzunehmen, hieß es. Im Frühjahr und Sommer sind weitere evangelische Angebote zur Naturspiritualität im Fürther Raum geplant. So findet am 27. März ein Waldbaden für Familien statt, am 11. April ein spiritueller Waldspaziergang und am 14. Juni eine Wildniskirche im Wiesengrund.