Der Pazifische Ozean ist der größte und mit bis zu 11.000 Metern (Marianengraben) auch der tiefste Ozean der Welt. Er umfasst mit seinen Nebenmeeren eine Fläche von 181,34 Millionen Quadratkilometern, was rund 35 % der Erdoberfläche sowie der Hälfte der Meeresfläche unserer Erde entspricht.
Die Landfläche macht davon lediglich 1,3 Mio. km2 aus. Das ist etwa viermal die Fläche von Deutschland. Von der Gesamtfläche entfallen allein 1,15 Mio. km2 auf die Inseln Neuguinea und Neuseeland.
Wir fassen die rund 25.000 Inseln (davon ca. 2.100 bewohnte) des Pazifiks zum geographischen Raum "Ozeanien" zusammen. Romantisierend wird von der "Südsee" gesprochen. Der spanische Eroberer Vasco Núñez de Balboa prägte diesen Begriff, als er 1513 die Landenge von Panama durchquerte und das vor ihm liegende Meer "mar del sur" (Südmeer) nannte.
1521 besegelte der portugiesische Entdecker Ferdinand Magellan bei ruhiger See und heiterem Wetter den Pazifik und gab ihm den Namen "mare pacificum" (lat. friedliches/ruhiges Meer).
Die Pazifikinsulaner*innen sprechen von ihrer Heimat als dem "liquid continent", dem flüssigen Kontinent, mit seinem "Meer der Inseln" (engl. sea of islands).
Quer durch den Pazifik verlaufen die Datumsgrenze und der Äquator. Von Osten nach Westen sind es 16.000 km, in Nord-Süd-Richtung liegen 15.000 km zwischen der Beringstraße und der Antarktis.
Vor 40.000 Jahren kamen die ersten Menschen nach Australien und Neuguinea. Die Besiedlung der pazifischen Inseln erfolgte von Südostasien aus in mehreren Wellen ab 3.500 v. Chr. bis 1.000 n. Chr. Die Menschen legten auf der Suche nach Land tausende Kilometer in hölzernen Ausleger-Kanus zurück.
Die pazifischen Völker unterscheiden sich in Aussehen und kulturellen Traditionen: Melanesier leben im Westen (Schwarzinselwelt), Mikronesier im Norden (Kleininselwelt) und Polynesier im Zentral- und Ostpazifik (Vielinselwelt).
Heute gibt es ca. 12 Millionen Menschen in den pazifischen Inselstaaten. Die Einwohnerzahlen schwanken zwischen 50 Bewohnern in der britischen Kolonie Pitcairn und knapp 9 Millionen Menschen im unabhängigen Staat Papua-Neuguinea.
Im Pazifik gibt es 11 selbständige Staaten, darunter ein Königreich, Tonga. Dazu kommen sogenannte "Überseegebiete" anderer Staaten, Kolonien sowie Inselstaaten, die Assoziierungsverträge mit anderen, größeren Ländern haben.
Pazifik-Informationsstelle
Die Pazifik-Informationsstelle (kurz: Pazifik-Infostelle) informiert die deutschsprachige Öffentlichkeit über wirtschaftliche, gesellschaftliche, soziale und ökologische Themen im pazifischen Raum. Dies erfolgt unter besonderer Berücksichtigung der dort arbeitenden Nichtregierungsorganisationen. Hierzu zählen Friedens-, Menschenrechts-, Unabhängigkeits- und Umweltbewegungen wie auch die Kirchen, die vielfach mit diesen Gruppen verwoben sind.
Die Infostelle wendet sich an öffentliche Bildungseinrichtungen, Universitäten, Medien, entwicklungspolitische Arbeitskreise, Kirchengemeinden und Einzelpersonen, die nach deutschsprachigen Informationen über und aus dem Pazifik fragen. Die weltwirtschaftliche Zusammenarbeit, globale ökologische Probleme und der Tourismus sind Gründe dafür, dass der Pazifik zunehmend aus seinem bisherigen Schattendasein heraustritt und in der westlichen Hemisphäre wahrgenommen wird.
Die Pazifik-Infostelle informiert über die bedrückende Lage vieler pazifischer Inselstaaten und will dadurch auf eine Veränderung im Pazifik wie auch in den wirtschaftlich und politisch führenden Industriestaaten hinarbeiten.
Informationen zu Ozeanien und seiner Inselwelt finden Sie hier: www.pazifik-infostelle.org
Weltgebetstag
In mehr als 120 Ländern organisieren und gestalten Frauen jedes Jahr den Weltgebetstag am ersten Freitag im März. Die vor fast 140 Jahren in den USA entstandene Glaubensinitiative gilt heute als größte Basisbewegung von Christinnen. Jedes Jahr wird die Lebenssituation von Frauen eines bestimmten Landes oder einer Region ins Zentrum gestellt: 2024 war das Thema Palästina, 2025 die Cookinseln im Südpazifik. Sein deutschsprachiger Titel lautete: "wunderbar geschaffen!"
Im Jahr 1927 wurde erstmalig international ein Weltgebetstag von christlichen Frauen unterschiedlicher Konfessionen gefeiert. Die Frauen wollen seitdem Zeichen für Frieden und Versöhnung setzen sowie für die Gleichberechtigung von Frauen in Kirche und Gesellschaft kämpfen. "Als eine der ersten engagierten sie sich für Umweltschutz. Unerschrocken traten sie gegen Rassismus und Intoleranz ein", erläutert das deutsche Weltgebetstags-Komitee mit Sitz in Stein bei Nürnberg.
In vielen Gemeinden Deutschlands gilt der Weltgebetstag als die lebendigste, langjährigste und oft auch einzige ökumenische Initiative. Dabei stehen spirituelle, religiöse und gesellschaftliche Fragen sowie das politische Engagement für Frauenrechte im Vordergrund. Das Ökumene-Event findet oft in Kooperation mit Frauen-Netzwerken, Eine-Welt-Läden, Kinos oder Buchläden statt.
Der Weltgebetstag wurde von christlichen Frauen gegründet, aber inzwischen feiern auch Männer mit. Christlicher Glaube, Gebet und das aktive Handeln für eine gerechte Welt gehören nach Angaben der Organisatorinnen beim Weltgebetstag untrennbar zusammen. Sichtbares Zeichen dafür sind etwa die Kollekten aus den Gottesdiensten. Mit dem Erlös werden Projekte in aller Welt unterstützt.
1887 versammelten sich Christinnen erstmals zu einem Frauengebetstag in den USA. Ein erster ökumenischer Weltgebetstag in Deutschland fand 1947 im Berlin der Nachkriegszeit statt. Seit Anfang der 1960er-Jahre engagieren sich auch römisch-katholische Frauen vermehrt in der Bewegung. 1968 wurde in Schweden ein Internationales Weltgebetstagskomitee gegründet. Seit 1970 treffen sich Frauen aus allen Regionen der Welt in der Regel alle vier Jahre, um die zukünftigen Länder und Bibelstellen auszuwählen.
Unser Dossier mit Artikeln, Hintergrundinformationen, Interviews und Material findet ihr unter diesem Link.