27.03.2019
Jugend

Amt für Evangelische Jugendarbeit präsentiert Jugendbericht

Landesjugendpfarrer Tobias Fritsche und Oberkirchenrat Michael Martin haben vor der in Lindau tagenden bayerischen Landessynode den vierten Jugendbericht des Amtes für Evangelische Jugendarbeit vorgestellt. Die wichtigsten Zahlen in der Übersicht.
Jugendkirche "Luv" in Lindau
Jugendliche stellen die Jugendkirche "Luv" bei der Frühjahrstagung 2019 der bayerischen Landessynode in Lindau vor.

Mit Gottesdiensten, Workshops, Freizeiten und Events erreicht die Evangelische Jugend in Bayern (EJB) jedes Jahr rund 250.000 Kinder und Jugendliche. Insgesamt gibt es jährlich rund 9.000 Angebote in ganz Bayern. Diese werden von 17.500 ehrenamtlichen Mitarbeitenden organisiert, wie aus dem vierten Jugendbericht des Amtes für Evangelische Jugendarbeit hervorgeht, den Landesjugendpfarrer Tobias Fritsche und Oberkirchenrat Michael Martin der in Lindau tagenden Landessynode präsentierten.

Insbesondere bei den Teilnehmerzahlen hat den Angaben zufolge die Jugendarbeit zugelegt: So hätten sich die Teilnehmerzahlen durchschnittlich um rund 100.000 Personen pro Jahr erhöht. Grund dafür sind unter anderem die neuen Gottesdienstformen. Es sei vor allem ein Trend zu spirituelle Veranstaltungen, sagte Landesjugendpfarrer Fritsche. Beliebt seien auch Teamtage und Trainee-Programme für Jugendliche. 

Evangelische Jugend erreicht jährlich rund 250.000 Kinder und Jugendliche

Um 30 Prozent zurückgegangen ist hingegen die Gruppenarbeit. Während im letzten Erhebungszeitraum bayernweit noch 3.932 Gruppen gezählt wurden, sind es jetzt 2.722 Gruppen. Für den Jugendbericht, der alle vier Jahre erstellt wird, wurden zu einem Stichtag im September 2017 die Daten von 35 Dekanaten in Bayern erfasst und anschließend hochgerechnet.

Der Jugendbericht benennt auch Herausforderungen für die Zukunft: Neben ästhetisch ansprechenden Räumlichkeiten wie in den Jugendkirchen in Nürnberg und München brauche es verstärkt digitale Angebote. Wichtig seien ferner professionelle Mitarbeiter sowie "authentische und sprachfähige Vorbilder", heißt es in dem 21-seitigen Dokument. Wie Oberkirchenrat Martin betonte, müsse es insgesamt eine Schwerpunktaufgabe für die Kirche sein, den Glauben an die nächste Generation weiterzugeben. Deshalb müsse die Jugendarbeit, wie Landesjugendpfarrer Fritsche ergänzte, eine Arbeitsfeld für die Kirche werden, in dem mehrere Berufsgruppen gut vernetzt zusammenarbeiten. 

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