Der Nebel ist so dicht, dass weder Fernlicht noch Nebelscheinwerfer etwas dagegen ausrichten. Ich kann das Sträßlein vor mir fast nicht sehen. Gottseidank kenne ich den Weg. Ich parke hinten am Friedhof. Als ich das eiserne Türchen öffne, verschrecke ich eine Katze. Sie verschwindet zwischen den Gräbern und ist grau wie die Dämmerung an diesem Spätnachmittag des ersten Advents. Meist lässt das Mesner-Ehepaar, das im Haus neben der Kirche und dem Friedhof wohnt, die Kirche bis siebzehn Uhr offen. Und noch ist es nicht siebzehn Uhr.
Ein Ritual, das trägt – und ausgerechnet heute versagt
Ich gehe zwischen den grablichtlosen evangelischen Gräbern hindurch zur Kirchentür. Wie freue ich mich drauf, eine Kerze des Adventskranzes anzuzünden, den Herrnhuter Stern im Altarraum anzuschalten, in der Stille zu sitzen, leise ein Adventslied vor mich hinzusingen und zu beobachten, wie mein Atem in der kalten Kirchenluft erst sichtbar wird und sich dann ins Kirchendunkel hinein auflöst. Irgendwann habe ich dieses Adventsritual für mich entdeckt. Und noch immer hat es mir selbst über die tristesten Adventssonntage hinweggeholfen.
Ich drücke die schwere gusseiserne Klinke herunter. Die Kirche ist zu. Ausgerechnet heute, wo meine Seele so aufgescheucht ist wie die Katze, die soeben ihr Heil in der Flucht in den Friedhofsnebel gesucht hat. Ich versuche noch einmal, die Tür aufzubekommen. Vergeblich. Die Kirche ist wirklich zu. Ausgerechnet heute. Heute, wo ich noch dünnhäutiger bin als sonst.
Da stehe ich. Es regnet. Der Nebel leckt an meinen Kleidern. Die Dunkelheit greift mir ans Herz. Mich beginnt zu frösteln. "Das ist ein Gleichnis", denke ich. "Ich bin in einem Gleichnis. In einem Gleichnis vom Ende der evangelischen Kirche."
Ich stehe da. Und in der lichtlosen Düsternis dieses ersten Adventsabends überfällt mich eine Erkenntnis, gegen die in diesem Augenblick jeder Widerstand zwecklos ist. Die Erkenntnis, dass es aus ist. Es ist aus mit der evangelischen Volkskirche, weil sie das Volk verliert. Es ist aus mit ihr, weil sie geistlich nackt und ohne funktionierendes spirituelles Immunsystem im Regen, im Nebel und in der Dunkelheit der säkularen Welt steht und weil sie sich mit dem eiskalten Atheismus dieser Welt angesteckt hat. Es ist aus, weil diese Kirche nur noch Phantasie für Strukturreformen und papierlose Synodaltagungen, aber keine religiösen Ressourcen mehr hat, um in der nachchristlichen Welt zu überwintern, ohne metaphysisch zu verhungern. Es ist aus, weil es an entscheidenden Kommunikationsschnittstellen dieser Kirche noch immer und immer mehr Menschen gibt, die glauben, dass es cooler, zeitgemäßer, reifer und zukunftsträchtiger ist, nicht an Gott, sondern an den Menschen zu glauben. Nein, ich übertreibe nicht und ich spitze auch nicht schwarzweißmalend zu. Ich spüre es in allen Gliedern, dass ich keine Gespenster sehe, auch wenn dieser Kirchendämmerungsmoment auf dem Friedhof natürlich eine Geisterstunde wie aus dem Bilderbuch ist.
Zwischen Kritik, Müdigkeit und spiritueller Heimatlosigkeit
Vor wenigen Tagen erst habe ich einen – sicherlich gut gemeinten – Beitrag des Evangelischen Pressedienst (epd) über "Fakten und Fakes zur Geburt Jesu" gelesen. Darin war die Rede davon, dass Jesus selbstverständlich nicht im Stall von Bethlehem zur Welt kam. Ein Kollege verkündet im epd-Gespräch, dass er in seinem neuesten Buch die Weihnachtsgeschichte "komplett auseinandernehme". Die Geschichte sei historisch gesehen nicht wahr. Aber entscheidend sei ja nicht die historische Wahrheit. "Die Weihnachtsgeschichte ist wahr, weil die Menschen sie für sich wahr machen. Das finde ich einen sehr schönen Gedanken." Dieser Gedanke "macht am Ende nicht nur kulturell reicher, sondern macht auch gläubige Menschen reifer. Man glaubt nicht weniger, weil man denkt, in der Weihnachtsgeschichte ist alles ein Fake. Im Gegenteil. Ich finde", zitiert die Journalistin den Theologen, man glaube dann "reifer und selbstbewusster." Dafür müsse man aber nicht in die Kirche gehen oder an kirchlichen Strukturen festhalten.
Der Theologe hätte auch sagen können, dass die Weihnachtsgeschichte wahr ist, weil der Heilige Geist sie den Menschen ins Herz senkt. Den Menschen, die am Heiligen Abend Gottesdienste besuchen, weil sie vielleicht nur dort die Wahrheit finden, die sie nirgendwo sonst im Dezembersiff der Welt finden. Aber das wäre vermutlich reaktionär, unaufgeklärt, interreligiös riskant, wissenschaftlich unredlich und von gestern gewesen.
Wäre ich ein "normaler" Christ, der irgendwo – zum Beispiel in diesem Dorf hier auf dem Fränkischen Jura – diesen Bericht gelesen hätte, dann hätte ich mir wahrscheinlich gedacht: "Wenn evangelische Medien meinen, mir sagen zu müssen, dass nur das wahr ist, was für mich Sinn macht, und am Ende jeder für sich selbst entscheidet, was Wahrheit ist, die es objektiv offenbar nicht gibt, dann braucht diese Kirche vielleicht auch meine Kirchensteuer nicht. Wenn der Glaube der Nichtglaubenden reifer sein soll als der Glaube der Glaubenden, der nicht die spirituelle Selbstbestimmung, sondern den Heiland für die letzte Wirklichkeit hält, dann bin ich womöglich im falschen Film. Und dann soll diese Kirche halt zusehen, dass diejenigen sie finanzieren, die sich schon seit langem ihren Sinn selber machen und dafür den christlichen Glauben und die christliche Kirche nicht brauchen. Viel Erfolg dabei!"
Evangelischer Zweifel
Es ist aus. Es ist aus, weil wir die falsche Pflanze gießen, also auf Mentalitäten setzen, die doch gerade dafür verantwortlich sind, dass immer mehr Menschen der evangelischen Kirche und dem christlichen Glauben den Rücken kehren, ohne im Traum daran zu denken, sich ihnen wieder zuzuwenden. Ja, es ist tapfer, auf den postchristlichen Spielfeldern mit postchristlichen Botschaften punkten zu wollen. Aber es ist auch eine suizidale Mission, weil es eine Mission ist, die auf Mission verzichten zu können meint, um keine nichtreligiösen Gefühle zu verletzen und dem Nichtglauben nicht zu nahe zu treten. Wenn wir damit zu reüssieren suchen, dass wir ebenso wenig gläubig sind wie diejenigen, die wir ansprechen wollen, dann werden wir zu einem Unternehmen, das auf keinem freien Markt der Welt überleben könnte. Ich kenne jedenfalls keine Uhrenfirma, die auf die Idee käme, ihr Weihnachtsgeschäft mit dem Slogan "Uhren haben keine Zukunft" zu beleben.
Und natürlich ist es auch fahrlässig, diejenigen zu vernachlässigen oder zu geringschätzen, deren man sich sicher glaubt, weil sie zu traditionell ticken, als dass sie den Schritt aus der Kirche wagen würden. Und es ist unfein, über diejenigen die Nase zu rümpfen, deren Wohlstand man als unmoralisch verachtet, während man gleichzeitig meint, dass der Tag schon nicht kommen wird, an dem man nicht mehr von ihm profitiert.
Eine Studentin beantwortete im Seminar über "Evangelische Identität heute" meine Frage, was denn charakteristisch evangelisch sei und womit es sich zu werben lohne, mit dem Satz: "Evangelisch sein heißt, dass man auch zweifeln darf." Ja, das heißt es gewiss. Aber das ist die Botschaft der Luxusvolkskirche der fetten Jahre. In Zeiten der Krise und der Disruption wird diese Botschaft niemanden dazu bringen, auch nur einen einzigen Cent in eine Organisation zu investieren, die zunehmend unübersehbarer dem nackten Kaiser aus Wilhelm Andersens Märchen gleicht, aber aus der Not ihrer Identitätskrise um so umtriebiger und verzweifelter die Tugend einer "ecclesia semper reformanda" zu machen trachtet.
Es ist aus. Und es ist auch deshalb aus, weil es strategisch und theologisch falsch ist, programmatisch oder unwillkürlich darauf zu setzen, dass womöglich nur eine Kirche Zukunft hat, die man nicht mehr als Kirche erkennt.
Neulich gestand mir ein Student weinend, dass er das Gefühl habe, sich an der Evangelischen Hochschule von Tag zu Tag mehr für seinen Glauben schämen und rechtfertigen zu müssen. Er überlege daher, an eine freikirchliche Hochschule zu wechseln. "Soll er doch", werden manche aus einem uralten anti-evangelikalen Reflex jetzt denken. "Wir brauchen reife, reflexionsbereite, religionskritikfähige junge Menschen. Die naiv Frommen brauchen wir nicht." Wer Theologie, Diakonik oder Religionspädagogik studiert, muss in der Tat durch den Feuerbach der Religionskritik hindurch. Aber nicht, um die Unschuld des Glaubens ein für allemal an die Vernunft zu verlieren. Sondern um einer höheren, zweiten oder dritten Naivität und um einer erleuchteteren Vernunft willen. Wenn es diese zweite und dritte Naivität und diese erleuchtete Vernunft in Theologie und Kirche nicht gäbe, wäre es schon längst aus. Dann gäbe es nur noch die Rationalität der Funktionäre und die totalitäre Vernunft der Ideologen. Und wenn es sie eines Tages nicht mehr geben wird, diese zweite und dritte Naivität und diese erleuchtete Vernunft, dann werden Kirche und Diakonie endgültig zu säkularen, ja säkularistischen Unternehmen geworden sein. Wenn wir nach und nach all diejenigen an Freikirchen verlieren, die eigentlich aus Glauben bei uns arbeiten wollen, aber eines Tages in der spirituell ausgebluteten Volkskirche und ihrer Diakonie keine geistliche Heimat und keine Glaubensgleich- oder -ähnlichgesinnten mehr finden, dann wird sich die Erosion zum Flächenbrand beschleunigen und nur wenige Oasen ungeschoren lassen. Dann wird die evangelische Kirche zu einem ausgebrannten Krater werden und dem Friedhof gleichen, auf dem ich stehe.
Apropos ausgebrannt. Manchmal scheint es mir, als bestünde die eigentliche evangelische Adventskompetenz im Blick auf die Leitung dieser Kirche darin, sich darauf vorzubereiten, dass der Letzte das Licht ausmacht. Diese neue Adventskompetenz hat auch ein passions- beziehungsweise kreuzestheologisches Pendant. Am meisten evangelische Zukunftskompetenz scheint denjenigen zugetraut zu werden, die mit dem breitesten Kreuz und der größten Resilienz die Kirche wacker abwickeln. Palliative Care der etwas anderen evangelischen Art sozusagen.
Während mich diese Gedanken heimsuchen, ist es noch ungemütlicher geworden hier am Ende der Kirche und am Ende der Welt. Das könnte daran liegen, dass die Kälte inzwischen nicht nur von außen, sondern von innen kommt. Über meine Wangen rinnen Tropfen. Der Regen. Aber nicht nur der.
Ein Friedhof, ein Kindergrab – und ein Schmerz, der alles übersteigt
Auf dem Rückweg zu meinem Auto fällt mein Blick auf ein kleines rechteckiges Stück Erde inmitten des Friedhofrasens in der Nähe der Kirchenmauer. "O nein", denke ich. "Das Kindergrab ist weg."
Immer, wenn ich in den letzten Jahren durch den Friedhof zur Kirche gegangen bin, fiel mein Blick auf ein einsames Kindergrab inmitten der Rasenfläche. Das Grab des Mädchens, über das ich nichts weiß bis auf seinen eigenartigerweise britischen Namen und die Tatsache, dass es nicht einmal zwei Jahre alt wurde und im Jahr 2000 starb, ist nicht mehr da. Das Grab mit den Engeln und den runden Flußsteinen, auf denen mit Filzstift geschrieben war, wie sehr es vermisst wird, das kleine Mädchen, ist weg. Einfach weg. Aufgelöst nach fünfundzwanzig Jahren. Wie so viele Gräber. Immer hatte dieses Kindergrab etwas Herzzerreißendes und zugleich etwas zutiefst Tröstliches. So lange das einsame Gräblein im Schatten dieser Kirchenmauer als Anklage an einen abwesenden Gott und als Zeuge einer stummen Sehnsucht nach einer ganz anderen, rettenden Wirklichkeit die verzweifelte Wacht hielt, war für mich noch nicht alles verloren. Aber jetzt, wo es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis Gras über das irdene Rechteck und vielleicht über jeden Kinderglauben und über die ganze Kirche wächst, ist die Stelle nur noch Ausdruck einer Verlorenheit, die zum Himmel schreit. Und dass ich ausgerechnet heute die leere Stelle erstmals sehe, gibt mir den Rest. Ja, ich höre sie, die Stimmen in meinem Kopf, die mir sagen, dass es doch ein Zeichen von seelischer Gesundheit und von psychischer Heilung sei, die Trauer irgendwann ad acta zu legen. Hat nicht alles seine Zeit? Lachen und Weinen? Bin ich nicht einfach zu wenig resilient? Und überhaupt: Vielleicht leben die Eltern des toten kleinen Mädchens längst in England oder sonstwo und haben daher keine Zeit mehr, das Grab zu pflegen, und außerdem keinen Bezug mehr zu diesem Ort.
Trotzdem beginne ich zu heulen wie noch nie in meinem Leben. Ich stolpere schluchzend über den Friedhof und hoffe inständig, dass niemand in diesem Augenblick die hier umhergeisternde verlorene Gestalt sieht oder hört.
Als ich mich ins Auto setze, denke ich an einen Satz Theodor W. Adornos, der mich als Student ebenso überwältigte wie heute meine Tränen. Inmitten einer hochabstrakten und schwerverständlichen Reflexion bricht sich unvermittelt die Verzweiflung des Philosophen Bahn: "Freilich", schreibt Adorno, "was bleibt schon übrig, als zu schreien." Und genau das tue ich im faradayschen Käfig meines Autos – vor Fuchs, Hase und streunenden Hunden sicher, die sich hier gute Nacht sagen. Und doch wehrloser denn je gegenüber den Dämonen dieses ersten Advents.
Nächte, in denen ein Licht aufscheint
In der Nacht werde ich wach. Und weil Nächte Orte sind, an denen sich nicht nur Finsternis über das Denken legt, sondern Menschen auch Lichter aufgehen, frage ich mich, warum ich nicht einfach beim Mesner geklingelt habe. In seinem Wohnzimmer brannte Licht. Er kennt mich. Ich kenne ihn. Ich hätte ihn fragen können, ob er mir nicht den Kirchenschlüssel gibt. Er hätte sich über den abendlichen Besucher wahrscheinlich sogar gefreut, weil er sich immer freut, wenn ich "seiner" Kirche einen Besuch abstatte. Ich hätte die Kirche aufgesperrt, die Kerze angezündet und den Herrnhuter Stern angeschaltet. Ich wäre in der Stille gesessen. Und alles wäre gut gewesen. Vielleicht hätte ich mehr gefroren als sonst. Und vielleicht hätte ich nicht das fröhlichste aller Adventslieder angestimmt. "Wo bleibst du, Trost der ganzen Welt?" zum Beispiel. Aber wahrscheinlich hätte sich der ruhestiftende Geist dieses Ortes dennoch meines unruhigen Geistes bemächtigt. Ich wäre friedlich fröstelnd dagesessen und hätte den Glauben an die Kirche nicht verloren und nicht zu verlieren brauchen.
Ich komme mir mit meiner Kirchenkritik beim Wachliegen auf einmal vor wie das Kind, das an einem eisigen Tag ohne Handschuhe aus dem Haus geht und, als es bitterlich zu frieren beginnt, seine Mutter verflucht und sagt: "Das geschieht ihr recht, dass es mich an den Händen friert. Hätte sie mir nur Handschuhe angezogen! Hoffentlich geht es ihr schlecht."
Man muss aufpassen, nicht in den Sog selbsterfüllender Prophezeiungen gezogen zu werden. Wer Angst davor hat, dass in der Kirche das Licht ausgeht, könnte ja selbst einen Weg finden, Licht zu machen. Alle Reformationen im Lauf der Geschichte der Kirche, die ihren Namen verdienen, waren nicht Reformationen von oben, sondern von unten. Wer weiß. Vielleicht wird es selbst der neuen bayerischen Landesstellenplanung nicht gelingen, der evangelischen Kirche den Geist Gottes auszuhauchen.
Das ist das Eine, was mir unter meiner warmen Bettdecke in den Sinn kommt. Aber da ist auch noch etwas anderes. Auf einmal klingt mir die Weihnachtsgeschichte im Ohr. "Sie hatten keinen Raum in der Herberge." Alle Türen sind verschlossen. Und doch findet der Herr der Welt einen Weg, um in dieser verschlossenen Welt zur Welt zu kommen. Und ich denke mir: "Wenn er damals einen Weg fand, dann wird er auch heute einen Weg finden, um zu seiner verschlossenen Kirche zu gelangen. Wenn es ihm möglich war, den Stein vom Grab Jesu zu wälzen, dann wird es ihm auch möglich sein, das tote Kind zum ewigen Leben zu erwecken, dessen aufgelöstes Grab mir das Herz zerreißt. Und wenn das wahr ist, dann ist das verschwundene Kindergrab womöglich nicht nur der Triumph des Todes, des Vergessens und des Verdrängens, sondern ein Ostergleichnis."
Vor vielen Jahren bat ich meine Grundschülerinnen und -schüler im Religionsunterricht um die Osterzeit herum, ein Bild ihrer Vorstellung der Auferstehung der Toten zu malen. Ein Mädchen malte eine leere quadratische, von Mauern umgebene Fläche. "Was ist das?", fragte ich. Ich werde die Antwort meiner Schülerin nie vergessen: "Das ist ein Friedhof ohne Gräber", sagte sie.
Und weil ich glaube, dass es die Wahrheit ist, dass Gott keinen Menschen und also auch seine an sich selbst krankende Kirche nicht verlorengeben wird, und weil mich diese Wahrheit nach einem aufwühlenden Tag allmählich zu beruhigen beginnt, merke ich, wie ich auf einmal zu summen beginne und ein Lied aus mir dringt, das mich in den Schlaf singt.
"Die Nacht ist vorgedrungen. Der Tag ist nicht mehr fern."
Ralf Frisch: "Mehr Opium fürs Volk" ab 12. März 2026
Ob es um ganz alltägliche Dinge wie das Smartphone neben dem Kopfkissen oder um existenzielle Themen wie Schuld und Vergebung geht, ob er nach der Bedeutung von Christi Himmelfahrt oder nach dem spirituellen Gehalt von Christbaumleichen fragt: Ralf Frisch findet in seinen Kolumnen immer einen originellen Zugriff auf das Thema und eröffnet so neue, manchmal völlig unerwartete Perspektiven. Mit bissigem Humor und spitzer Feder hält er unserer Zeit den Spiegel vor, ganz in der Tradition des "weisen Narren". Ab 12. März 2026 erhältlich.