Lots Leben begann vielversprechend. Mit seinem Onkel Abraham zog er als Nomade umher. Bald waren ihre Herden so groß, dass sie sich trennen mussten, um genug Grün für die Tiere zu finden. Lot zog in das fruchtbare Jordantal und ließ sich später mit seiner Frau und den beiden Töchtern in der verrufenen Stadt Sodom nieder. Hier begann die verstörende Familiengeschichte. Eines Tages traf Lot auf der Straße zwei Gottesboten. Er lud sie zu sich ein. Am Abend war sein Haus plötzlich umringt von Männern, die forderten, er solle die Besucher herausgeben, damit sie sich "über sie hermachen" (1. Mose 19, 5) könnten. Um die Engel zu schützen, fiel Lot nichts anderes ein, als dem aufgeregten Mob seine Töchter als Ersatz anzubieten. "Die wissen noch von keinem Manne", pries er sie auch noch an und fügte hinzu: "Tut mit ihnen, was euch gefällt." (1. Mose 19, 8)
Erstaunlicherweise verurteilte Gott Lots Verhalten nicht und beschützte ihn weiterhin. Die Engel verhinderten das Schlimmste. Sie zogen Lot ins Haus und ließen die Männer draußen erblinden. Dann teilten sie Lot mit, er solle mit seiner Familie die Stadt verlassen, denn Gott habe beschlossen, Sodom zu zerstören. "Rette dein Leben und sieh nicht hinter dich" (1. Mose 19, 17), mahnten sie. Kaum war die Familie aus der Stadt geflohen, ließ Gott "Schwefel und Feuer regnen vom Himmel herab […] und vernichtete […] die ganze Gegend". (1. Mose 19, 24) Lots Frau missachtete die Warnung der Engel und blickte zurück. Sofort erstarrte sie zur Salzsäule.
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