Das Projekt #glaubstdu: In diesem Dossier finden Sie Informationen rund um die Bibel - konkrete Tipps und Empfehlungen, aber auch Hintergrundberichte, Interviews oder Reportagen.
Jesu Taufe, die 40-tägige Wüstenzeit und die Passion lassen sich als mystischer Weg deuten. Erlebte Nähe zu Gott, Einheit mit dem Vater und seine Lehren zeigen: Jesus ging tiefer als jeder Mystiker, ohne die Welt aus den Augen zu verlieren.
Für 2026 lautet die Jahreslosung: "Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu!". (Offenbarung 21,5). Der Bibeltext soll uns durch das Jahr begleiten. Wir erklären, was die Jahreslosung 2026 bedeutet und wie wir sie für unseren Alltag nutzen können.
Illustratorin Susanne Kuhlendahl erzählt, wie sie die Weihnachtsgeschichte bildlich umgesetzt hat: vom menschlichen Blick auf Maria und Josef bis zu den Herausforderungen, die Geschichte auf nur drei Seiten zu erzählen.
Weshalb steht Maria so im Mittelpunkt: weil sie die vergeistigte Mutter des Gottessohns war? Oder weil sie als irdische fromme und starke Frau zeitlebens und über alle Schwierigkeiten hinweg zu ihrem Sohn hielt? Die katholische Kirche lobte Maria wortwörtlich in den Himmel. Protestanten hingegen ist der biblische Befund wichtig.
Josef hatte es nicht leicht: Er erfuhr, dass seine Verlobte schwanger ist – aber nicht von ihm. Zum Vorbild wurde er, weil er in wichtigen Situationen Engeln vertraute. Und weil er Jesus ein guter Vater war.
Die Geburt eines Kindes ist etwas ganz Besonderes. Elisabeth und Zacharias mussten allerdings lange warten, bis sich ihr Kinderwunsch erfüllte. Erst als sie die Hoffnung schon aufgegeben hatten, schenkte Gott ihnen noch einen Sohn.
Eine Frau bietet sich ihrem Schwiegervater als Prostituierte an, lässt sich schwängern – und zeigt ihm hinterher, wer die Macht hat. Nein, ein Lehrbuch für konventionelle bürgerliche Zustände ist die Bibel wahrlich nicht. Dafür ist Geschichte der kinderlosen Witwe Tamar ein erstaunliches Beispiel.
90 Jahre alt musste Abrahams Frau Sara der Bibel nach werden, bevor sie endlich schwanger wurde und ihren Sohn Isaak gebar. Als man ihr diese späte Schwangerschaft ankündigte, lachte sie ungläubig. Heute gilt sie als sogenannte Erzmutter, also als Frau, aus deren Nachkommenschaft das Volk Israel wurde.
Zwei Schwestern, vom Vater mit einem Mann verheiratet, der nur eine der beiden wirklich liebte. Die Bibel ist voll von schwierigen Familiengeschichten. Auch Rahel und Lea fiel es nicht leicht, sich mit ihrer Situation zu arrangieren.
Ein Vater, der seine beiden Töchter zur Vergewaltigung preisgibt und kurz darauf im Rausch selbst Kinder mit ihnen zeugt – Lots Geschichte ist keine leichte Kost.
Zwillinge – und doch so unterschiedlich, dass man sie kaum für Geschwister halten würde. Der eine ein leiden-schaftlicher Jäger und Liebling des Vaters. Der andere, Liebling der Mutter, bleibt lieber zu Hause. Da sind Konflikte programmiert. Alles gipfelt darin, dass der Jüngere sich die Erstgeburtsrechte erschleicht und der Ältere ihm dafür nach dem Leben trachtet. Doch Jahre später folgt ein Happy End.
An Isaak hätten heutige Psychotherapeuten ihre Freude, denn eine traumatische Kindheitserfahrung schleppte er durch sein Leben: Sein Vater Abraham hatte versucht, ihm auf dem Opfertisch die Kehle durchzuschneiden. Das Leben des "Erzvaters" Isaak ist bewegt und endet mit einem handfesten Konflikt zwischen seinen Söhnen.
Männer sollten keine langen Haare tragen – zumindest nicht, wenn sie in den Krieg ziehen. Dafür gibt Absalom, der Sohn Davids, ein Beispiel: Seine Haarpracht wurde ihm zum Verhängnis. Die Geschichte Absaloms zeigt eine tragische Verstrickung zwischen Sohn und Vater.
"Der Zweifelnde": Diesen Beinamen wird der Jünger Thomas seit zwei Jahrtausenden nicht los. Er lässt ihn heutigen Menschen als besonders sympathisch und vertraut erscheinen. Denn wer kann schon wirklich glauben, dass der gekreuzigte Jesus nach drei Tagen vom Tod erstanden ist?
Jesus bezeichnete ihn als "kleingläubig", sogar als "Satan". Nach der Gefangennahme seines Herrn verleugnete Petrus ihn. Erstaunlich, dass Petrus dennoch zu einer der wichtigsten Personen der Urchristenheit wurde.
In der Bibel ist der Regenbogen ein Zeichen für den Bund zwischen Gott und den Menschen. Er ziert auch Fahnen der Friedensbewegung sowie der queeren Community. Doch ist die Farbe Rot oben oder unten? Sind es sechs, sieben oder acht Farbstreifen?
Ein Mann der Jerusalemer Upperclass schleicht sich nachts zu Jesus und will wissen, was es auf sich hat mit dem Reich Gottes. Nikodemus gilt als um Erkenntnis bemühter Pharisäer, der Jesu Worte zwar nicht ganz versteht, aber trotzdem zu ihm hält. Das nächtliche Gespräch der beiden gilt bis heute als intensiver Dialog über den Glauben.