München (epd). Der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) hat Modellprojekten für eine Cannabis-Legalisierung eine klare Absage erteilt. Solche Modelle für staatlich lizensierten Cannabis-Handel werde es mit der Bayerischen Staatsregierung nicht geben, sagte der Politiker in einer Mitteilung vom Sonntag. Der Freistaat werde sich unabhängig von Beschlüssen der Bundesregierung an das geltende Völker- und Europarecht halten. Das ist einem Rechtsgutachten zufolge eindeutig: Staatlich lizensierter Cannabis-Anbau sei in EU-Mitgliedsstaaten "allein zu medizinischen und wissenschaftlichen Zwecken", nicht aber zum Konsum als "Genussmittel" erlaubt, so der Autor des Papiers, Professor Bernhard Wegener von der Friedrich-Alexander-Universität (FAU) Erlangen-Nürnberg.
Gesundheitsminister Holetschek verwies darauf, dass sich bereits einzelne Städte in Bayern als Cannabis-Modellregion bewerben wollten. Er könne davor nur warnen: "Eine Erteilung von Lizenzen für Modellprojekte kommt nicht in Betracht." Etwaigen Klagen sehe er "mit großem Interesse entgegen". Er sei zuversichtlich, "dass spätestens der Europäische Gerichtshof den Plänen der Bundesregierung einen Riegel vorschieben würde".
Bundeskanzler Scholz rief er dazu auf, die Legalisierungspläne der Ampelkoalition zu stoppen: "Cannabis ist und bleibt eine Droge mit großen Risiken für die Gesundheit, insbesondere für junge Menschen", betonte Holetschek. Zuletzt hatten die Münchner Stadtratsfraktionen von SPD und Grünen die bayerische Landeshauptstadt als Modellregion für eine kontrollierte Abgabe von Cannabis vorgeschlagen.
Kommentare
Warum vertritt Holetschek…
Warum vertritt Holetschek die Interessen der organisierten Kriminalität? Was ist denn besser kontrollierte Abgabe mit Alterskontrolle oder unkontrollierte Abgabe an Kinder durch das organisierte Verbrechen? Aktuell hat Bayern mehr Drogentote als die Niederlande, weil die Dealer natürlich auch Heroin und Cocaine anbieten, natürlich ohne Alterskontrolle. Vor Prohibition von Cannabis hat es kein Problem mit Cannabis gegeben, erst das Verbot hat die Probleme verursacht. Cannabis haben damals älter Menschen zum Feierabend geraucht, wie der Lehrer Lämpel aus den Wilhelm Busch Geschichten von Max und Moritz. Zitat: "Und voll Dankbarkeit sodann zündet er sein Pfeifchen an. "Ach" spricht er, "die größte Freud ist doch die Zufriedenheit!"". Was soll daran so schlimm sein im Alter mal die Schmerzen zu vergessen?