München (epd). Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) hat am Sonntag eine Informationskampagne zur virtuellen Beratungsplattform "DigiSucht" gestartet. Die Plattform sei seit einem halben Jahr verfügbar und würde bereits gut angenommen, sagte er laut einer Mitteilung seines Ministeriums. "Jetzt starten wir auf den Social-Media-Kanälen Facebook und Instagram eine Informationskampagne, um die Plattform noch breiter bekannt zu machen."
Bundesweit gab es der Mitteilung zufolge im März 208 Registrierungen, davon 46 in Bayern. Am häufigsten seien Beratungsanfragen von Betroffenen zu den Themen Alkohol (37 Prozent), Cannabis (23 Prozent) und Aufputschmitteln oder Amphetaminen (12 Prozent). Auch Angehörige können demnach auf "DigiSucht" Hilfe und Unterstützung finden. Die digitale Option ist laut Christian Weidner, Präsident des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL), eine Erweiterung der professionellen Beratung, die besonders jüngere Menschen adressiere.
Der Minister lobte die Plattform als "besonders niedrigschwelligen und anonymen Zugang zu Hilfen". Es gebe Tools wie das Konsumtagebuch oder einen Notfallkoffer mit konkreten Handlungsstrategien zur Bewältigung von Rückfällen. Unabhängig von der Art des Suchtproblems könne die Plattform zu Beratungszwecken genutzt werden. Auch hybride Beratungskonzepte aus digitaler und analoger Beratung vor Ort seien möglich. Betroffene sowie Angehörige können per Mail, in Text- oder Videochats mit professionellen Suchtberaterinnen und -beratern der Psychosozialen Suchtberatungsstellen (PSBen) in Kontakt treten.
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"besonders…
"besonders niedrigschwelligen und anonymen Zugang zu Hilfen" und die Bayrische Polizei kann alles in Echtzeit mitlesen. Klaus Holetschek (CSU) hat damit nur ein Portal zur Selbstanzeige geschaffen. Herr Holetschek kriminalisiert Menschen die niemand Schaden. Ein Verbrechen ohne Opfer, ist kein Verbrechen.