Fürth (epd). An den bayerischen Hochschulen, einschließlich der Universitätskliniken, waren im vergangenen Jahr fünf Prozent mehr Professorinnen beschäftigt als noch 2023. Damit wurde etwa ein Viertel der 8.154 Professuren von Frauen wahrgenommen, teilte das Bayerische Landesamt für Statistik am Dienstag in Fürth mit. Insgesamt stieg die Zahl der Professuren im Jahr 2024 im Vergleich zum Vorjahr um 1,6 Prozent (129 Personen). Bei den Angaben aus der Personal- und Stellenstatistik der Hochschulen für das Berichtsjahr 2024 handelt es sich laut Statistischem Landesamt um vorläufige Ergebnisse.
Professorinnen sind den Angaben zufolge vorwiegend in den Fächergruppen "Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften" (33,3 Prozent), "Ingenieurwissenschaften" (18 Prozent) sowie "Geisteswissenschaften" (14,2 Prozent) tätig. Etwas über ein Viertel (28,7 Prozent) der Professorinnen hält einen Lehrstuhl in einem der sogenannten MINT-Fächer ("Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik"). In der Hochschulleitung haben 32 Männer und 13 Frauen eine Präsidialfunktion inne, 27 Männer und 16 Frauen fungieren als Kanzler oder Kanzlerin.
Insgesamt waren an den bayerischen Hochschulen und Universitätskliniken im vergangenen Jahr 126.197 Personen beschäftigt - 2,9 Prozent mehr als 2023. Knapp die Hälfte (49,9 Prozent) waren wissenschaftlich oder künstlerisch tätig, die andere Hälfte stellte der Verwaltungsbereich, zu dem auch das Pflegepersonal der Universitätskliniken zählt.
Kommentare
Nicht überraschend. Der…
Nicht überraschend. Der Trend wird sich fortsetzen, da diese Tendenz von den Abiturabschlüssen, über Uniabschlüsse, Doktortitel weiter nach oben wandert. Es wird die Forschungslandschaft verändern hin zu weniger Kontroverse und Risiko. Man wird sehen, was das langfristig bedeutet. An sich sind gleiche Bildungschancen ein guter Trend.