24.12.2020
Hesselberg

Bayerischer Kirchentag soll 2021 trotz Corona stattfinden

Trotz der noch unklaren Corona-Lage plant das Dekanat Wassertrüdingen bereits den Bayerischen Kirchentag 2021 am Pfingstmontag (24. Mai) auf dem Hesselberg.
Bayerischer Kirchentag

"Wir bereiten im Moment verschiedene Szenarien vor", sagte Dekan Herrmann Rummel dem Evangelischen Pressedienst (epd) in Bezug auf den Bayerischen Kirchentag 2021. Im Moment gehen die Organisatoren auch noch davon aus, dass der Bayerische Rundfunk (BR) live den Gottesdienst überträgt.

Die Großveranstaltung soll unter dem Motto "Feste des Glaubens" stehen, sagte Rummel.

Wegen der möglichen Teilnehmer-Obergrenzen bereiten die Organisatoren eine kleine und eine große Lösung vor. Bei der kleinen Lösung rechnen die Kirchentags-Verantwortlichen mit 100, 200 oder auch 400 erlaubten Gottesdienstbesuchern, danach soll es eventuell einen Livestream mit verkürzter Hauptversammlung, dem inhaltlichen Kern des Kirchentags.

Das ganze fände dann ohne Bewirtung statt und wäre mittags zu Ende. Eine größere Variante würde mit mehr Besuchern stattfinden und bis in den Nachmittag dauern. Beide Varianten wären mit Anmeldung.

Bayerischer Kirchentag 2021 auf dem Hesselberg

"Natürlich kann es auch wieder einen Lockdown geben - dann würde womöglich wieder alles ausfallen", sagte Rummel. Bereits dieses Jahr musste der Kirchentag, zu dem jährlich mehr als 10.000 Menschen auf den Hesselberg im westlichen Mittelfranken kommen, wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden.

Das Treffen findet am Evangelischen Bildungszentrum (EBZ) statt, das im nächsten Jahr sein 70-jähriges Bestehen feiert. Auch der Kirchentag ist 70 Jahre alt, 2021 stünde allerdings wegen der Absage 2020 und einem ausgefallenen Kirchentag 1959 erst die 68. Auflage an.

Das Dekanat Wassertrüdingen wird als Veranstalter des Kirchentags vom EBZ unterstützt. Vor rund 70 Jahren eröffnete der damalige Landesbischof Hans Meiser auf dem 689 Meter hohen Berg die neu gegründete Landvolkshochschule, daraus entwickelte sich auch der Kirchentag.

Der Berg hat jedoch eine dunkle Vergangenheit: In der NS-Zeit fanden dort zwischen 1933 und 1939 die "Frankentage" mit bis zu 100.000 Zuhörern statt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Hesselberg bewusst zu einem Ort der christlichen Bildung gemacht.

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