1.10.2020
Dekanat Weilheim

Im Herzen des bayrischen Oberlands: Das evangelische Dekanat Weilheim

Das evangelische Dekanat Weilheim in Bayern erstreckt sich von Starnberg im Norden bis Mittenwald im Süden. In den 16 Gemeinden gibt es an Kultur und Landschaft einiges zu entdecken. Ein Überblick.
Die Apostelkirche im Weilheimer Stadtzentrum

Das Dekanat Weilheim in Bayern reicht vom Nordufer des Starnberger Sees bis nach Mittenwald im Süden und von Kaufering und Landsberg im Westen bis nach Penzberg im Osten. Gut 100 Kilometer liegen zwischen dem südlichsten und nördlichsten Punkt des Dekanats-Gebiets.

Es umfasst 17 Gemeinden mit etwa 50.000 Gemeindemitgliedern in den Landkreisen Weilheim, Landsberg am Lech, Garmisch-Partenkirchen und Schongau.

Die Leitung des Dekanats liegt seit Juli 2019 bei Dekan Jörg Hammerbacher. Er folgte auf den ehemaligen Dekan Axel Piper, der im Januar 2019 das Amt des Regionalbischofs in Augsburg übernahm.

Natur und Kultur im Oberland

Eingebettet ins bayerische Alpenvorland ist das Dekanats-Gebiet gespickt mit Seen, Bergen und idyllischen Landschaften. Allein der Starnberger See und die Zugspitze gehören beide zu den beliebtesten Ausflugsorten Deutschlands.

Kulturell sind vor allem die Werke der Kunstrichtung Blaue Reiter und die Passionsspiele in Oberammergau hervorzuheben und auch die Olympiaschanze in Garmisch-Partenkirchen ist weit über die Dekanatsgrenzen hinaus bekannt. Zentrum und Sitz des Dekanats ist die Kreisstadt Weilheim.

Historische Ursprünge

Die Geschichte Weilheims beginnt im Mittelalter: Im Jahr 1010 findet sich die erste urkundliche Erwähnung des Dorfes in einer Urkunde des späteren Kaisers Heinrich II.. 

Knapp 400 Jahre später, im Jahr 1409, wurde die erste Kirche der Stadt errichtet: St. Johann im heutigen Stadtteil Töllern. Bis heute ist die Kreisstadt hauptsächlich katholisch geprägt.

Evangelisch in Weilheim

Die einzige evangelisch-lutherische Kirche im Weilheimer Stadtgebiet ist die Apostelkirche. Diese wurde 1899 als "Protestantische Stadtpfarrkirche Weilheim" fertiggestellt, ihren heutigen Namen bekam sie erst im Jahr 1962.

Vorausgegangen war eine Entschließung König Maximilians von 1850, die in Weilheim die Abhaltung pastoraler Geschäfte durch einen Vikar zweimal pro Jahr genehmigte. Damals standen den rund 2500 katholischen Bürgern in Weilheim gerade mal acht Protestanten gegenüber.

Im 1913 wurde dann das Pfarrhaus der heutigen Apostelkirche fertiggestellt und Weilheim endgültig zur eigenständigen Pfarrei. Heute zählt die Gemeinde etwa 5500 Mitglieder.

16 Evangelische Gemeinden im Dekanat Weilheim

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