Jetzt Probelesen - die neue Sonntagsblatt-Ausgabe! Geheimnisse aus evangelischen Kirchen in Bayern präsentieren wir in einer neuen Serie in der Printausgabe von Sonntagsblatt - ab sofort stellen wir jede Woche eine evangelische Kirche vor.
Von Helmut Frank und Rieke C. Harmsen | 21. Juni 2021
Grund zum Feiern in Ochsenfurt: Am 27. und 28. Juni feiert die evangelische Kirchengemeinde das 125-jährige Bestehen der Christuskirche. Was einst als kleine Diaspora-Gemeinde in einem tiefkatholischen Umfeld begann, hat sich zu einem lebendigen Zentrum für rund 2000 Gläubige entwickelt.
Was als kleine Verschönerung begann, entwickelte sich zur Millionenbaustelle: Die Kirche St. Andreas in Kalchreuth musste umfassend saniert werden. Risse, statische Probleme und Feuchtigkeit machten Eingriffe nötig.
Fast 50 Jahre nach dem Einbau steht die Orgel von St. Anna vor dem Aus: zu eng, zu alt, klanglich limitiert. Kantor Johannes Eppelein wirbt für einen Neubau im siebenstelligen Bereich – samt beweglichem Spieltisch und neuem Klangkonzept.
Gesellschaftliche Spaltung zeigt sich oft dort, wo Gespräch endet. Die Evangelische Kirche in Deutschland setzt mit Verständigungsorten auf neue Dialogräume – ein Ansatz, der auf Beteiligung zielt und seine Wirkung erst im Miteinander entfaltet.
Kirchen sind mehr als Bauwerke: In der Region zwischen Tauber und Aisch lernen Menschen, Räume mit Geschichte und Glauben neu zu vermitteln. Eine Ausbildung verbindet Wissen, Spiritualität und Kommunikation – und verändert dabei auch die Perspektive der Teilnehmenden.
Die Franziskanerkirche Rothenburg ob der Tauber wurde als Denkmal in Mittelfranken ausgezeichnet und nach umfassender Sanierung ab dem 31. März wieder für Besucher geöffnet. Mittelalterliche Architektur, Kunst und moderne Fenster prägen den Raum und machen das Kulturerbe neu erlebbar.
Die Auferstehungskirche Fürth wird 200 Jahre alt und verwandelt ihr Jubiläum in eine Zeitreise. Kunst, Musik und Stimmen aus Stadt und Gemeinde prägen das Programm – und werfen die Frage auf, wie Kirche künftig aussehen kann.
Die Evangelische Kirche in Bayern plant eine deutliche Reduktion ihres Immobilienbestands. Das Projekt "Kirchenräume neu denken" entwickelt gemeinsam mit Hochschulen neue Nutzungskonzepte und analysiert die Rolle von Kirchen im Sozialraum – ein Ansatz mit weitreichenden Folgen für Gemeinden und Städte.
Vom 22. bis 26. März startet die neue Landessynode Bayern. Synodale sprechen über Gemeindeentwicklung, Finanzen, Ehrenamt und gesellschaftliche Verantwortung – und welche Entscheidungen die Kirche wirklich zukunftsfähig machen.
Wut ist unbequem, oft unerwünscht – aber notwendig. Pfarrerin Tia Pelz erklärt, warum Wut nicht zerstört, sondern schützt und wer in unserer Gesellschaft überhaupt wütend sein darf.
Über 300.000 Seiten historischer Pfarrbeschreibungen aus rund 2.600 Gemeinden sind jetzt online frei zugänglich. Die Texte geben dichte Einblicke in Alltag, Konflikte und Glauben früherer Generationen – und machen Geschichte überraschend lebendig.
Ab 6. Februar verwandelt sich die Lorenzkirche in Nürnberg mit "Luminiscence" in einen immersiven Raum aus Licht, Klang und Erzählung. Live-Chor, Orgel und 360-Grad-Videomapping bringen die Geschichte der Kirche eindrucksvoll zum Ausdruck.
Während der Fastenzeit von Aschermittwoch bis Ostermontag läuft die evangelische Fastenaktion "7 Wochen ohne" im Jahr 2026 unter dem Motto "Gefühl! Sieben Wochen ohne Härte".
Von Hannah Rauh und Rieke C. Harmsen | 24. Januar 2026
Aus Kostengründen müssen die Münchner Protestanten bis 2035 rund 50 Prozent ihrer kirchlichen Gebäude loswerden. Ende 2026 ist Deadline für die Gebäudeplanung. Gute Ideen für neue Nutzungen gibt es viele – aber die Umsetzung dauert oft Jahre.
Seit 1976 hält das "Weißblaue Beffchen" der Kirche humorvoll den Spiegel vor. Zum 50. Jubiläum tourt Bayerns ältestes Kirchenkabarett mit "Märchenhafte Zeiten" – bissig, musikalisch und aktueller denn je. Warum das Lachen bleibt.
Am 6. Januar wird in Bayreuth die neue Epiphaniaskirche geweiht. Der wohl letzte evangelische Kirchenneubau in Bayern entsteht nach 20 Jahren Planung – in einer Zeit, in der Gemeinden Gebäude aufgeben und Abschied nehmen müssen.
Zwischen Krieg, Klimakrise und gesellschaftlicher Verunsicherung rufen Bayerns Bischöfe und Bischöfinnen in ihren Silvester- und Neujahrspredigten zu Zuversicht, Gottvertrauen und Engagement auf – und warnen zugleich vor Ohnmacht und Hass.