München (epd). Die bisherige bayerische Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) hat die geringe Frauenquote im neu gewählten Parlament kritisiert. Die Frauenquote nach der Wahl vom vergangenen Sonntag liege mit 25,1 Prozent nochmals niedriger als in der vergangenen Legislaturperiode mit damals 26,8 Prozent, beklagte Aigner im Gespräch mit dem "Münchner Merkur" (Donnerstag). Dass nur 51 von 203 Abgeordneten weiblich sind, "kann uns absolut nicht zufriedenstellen", sagte die CSU-Politikerin. "Die Strukturen in der Politik müssen familienfreundlicher werden." Gerade im Kommunalen seien viele Termine und Sitzungen nur schwer vereinbar mit Job und Kindern. Genau dort aber werde "der Grundstein für politische Karrieren gelegt - im Ehrenamt, aktuell mit vielen Terminen abends und am Wochenende", sagte Aigner.