Regensburg (epd). Die Stadt Regensburg zeigt vom 2. bis 28. April die multimediale Wanderausstellung "Festgehalten. Verschleppt aus Deutschland 1938-1945" des Projektes "#LastSeen: Bilder der NS-Deportationen". Sie werde am 14. April zusammen mit dem Zeitzeugen Ernst Grube und dem Historiker Maximilian Strnad vorgestellt, teilte die Stadt am Donnerstag mit.
Mehr als 200.000 als Jüdinnen und Juden sowie Sinti'zze und Rom'nja verfolgte Menschen und Opfer des Krankenmordes wurden zwischen 1938 und 1945 von den Nationalsozialisten deportiert. Nach 1945 gaben jedoch viele Deutsche an, nichts von den Deportationen gewusst zu haben. Doch die Bilder zeigen, dass die Verschleppungen öffentlich stattfanden - mitten in Städten und Dörfern, am helllichten Tag. Die Ausstellung rege zur Auseinandersetzung mit der Geschichte der Deportationen an und werfe Fragen der persönlichen Verantwortung auf, hieß es.