München (epd). Für ihre Sondersendung zum Tod des Afroamerikaners George Floyd hat die Comedian und Schauspielerin Carolin Kebekus zusammen mit der Moderatorin Shary Reeves den Bayerischen Fernsehpreis in der Kategorie Unterhaltung erhalten. Für die beste Regie im Film "Totgeschwiegen" (ZDF) bekommt Franziska Schlotterer den Bayerischen Fernsehpreis. Als beste Darstellerin wurde Karolina Schuch für ihre Rolle in "Das Geheimnis des Totenwaldes" (NDR/ARD Degeto) geehrt, teilte das bayerische Staatsministerium für Digitales am Mittwoch mit. Rainer Bock bekommt für seine Rolle in der Serie "Das Boot" (SKY/ZDF) und für den Zweiteiler "Der Überläufer" (ARD Degeto/NDR/SWR) den Preis als bester Darsteller.

Die Preisverleihung wurde am Dienstagabend vom Bayerischen Rundfunk aufgezeichnet und wird am Mittwochabend (13. Oktober) um 22 Uhr ausgestrahlt. Sie ist bereits ist in der BR-Mediathek abrufbar. Der Preis, der seit 1989 verliehen wird, ist in allen Kategorien mit 10.000 Euro dotiert. Einen undotierten Sonderpreis erhielten die Autoren und Moderatoren Max Uthoff und Claus von Wagner von "Die Anstalt" (ZDF).

Kebekus und Shary Reeves hatten "Die Carolin Kebekus Show - Folge 3" dem Thema Rassismus gewidmet, nachdem die ARD zum Tod von Floyd keinen Brennpunkt gebracht hatte, so die Jury. Die Sendung wurde moderiert von der Publizistin und Moderatorin Reeves. Mit dem insgesamt gut 15 Minuten langen Stück gelinge Reeves und Kebekus nicht weniger als ein Meisterwerk der Aufklärung, so die Begründung für den Preis. "Die beiden Frauen benennen strukturelle Probleme in den Medien, wo People of Color dann nicht zu Wort kommen, wenn sie zu Wort kommen müssten: beim Thema Rassismus."

Bei der Gala erhielt die Schauspielerin Michaela May den Ehrenpreis des Bayerischen Ministerpräsidenten aus den Händen von Markus Söder. In der Kategorie Information konnten die Autoren und Regisseure Thomas Heise und Claas Meyer-Heuer eine Auszeichnung für ihre Reportage "Die Macht der Clans" (RTL) entgegennehmen. "Eine durch Sprache und Bilder starken Widerspruch provozierende Dokumentation, die nachhallt", urteilte die Jury. Ebenfalls in der Kategorie Information ging der Preis an den Autor und Regisseur Daniel Harrich für die Dokumentation "Spur des Terrors" (SWR).

Den Preis für das beste Drehbuch erhält Bernd Lange für die Bücher zu dem Tatort "In der Familie I und II" (WDR/BR), einer Doppelfolge zum 50. Geburtstag des "Tatorts", sowie zu dem Zweiteiler "Der Überläufer" (NDR/ARD Degeto/SWR), einer Adaption eines bis vor kurzem unveröffentlichten Frühwerks von Siegfried Lenz "Der Überläufer". Ausgezeichnet für die beste Kamera in dem Film "Oktoberfest 1900" (ARD Degeto /BR /MDR /WDR) wird Felix Cramer.

In der Kategorie "Unterhaltung" geht ein weiterer Preis an Nora Kauven für die Sendung "Showtime of my Life - Stars gegen Krebs" (VOX). Den Preis in der Kategorie Kultur und Bildung erhalten die Filmemacher Cristina Trebbi und Jobst Knigge für "Die Welt auf Abstand - Reise durch ein besonderes Jahr" (ZDF/ARTE).

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