München (epd). Mit rund 68.000 Teilnehmern vermeldet der Bayerische Jugendring (BJR) eine Rekordbeteiligung bei der diesjährigen U18-Bundestagswahl im Freistaat. In fast 700 Wahllokalen konnten Kinder und Jugendliche von 10. bis 17. September ihre Stimme abgeben. Der BJR fordert seit 2005 eine Absenkung des aktiven Wahlrechts für Kommunal-, Landtags-, Bundestags- und Europawahlen auf das 14. Lebensjahr.

Die Stimmen der Minderjährigen in Bayern verteilten sich den vorläufigen Ergebnissen zufolge vor allem auf CSU (21 Prozent), Grüne (18 Prozent) und SPD (16 Prozent). Die FDP kam auf 12 Prozent, die AfD und Linke jeweils auf knapp 6 Prozent. "Die hohe Wahlbeteiligung und der Rekord bei den Wahllokalen in Bayern zeigen: Junge Menschen wollen, dass ihre Lebenswirklichkeit endlich zum Gegenstand von Politik wird", analysierte BJR-Präsident Matthias Fack. Nicht zuletzt die Corona-Pandemie habe deutlich gemacht, dass die Bedürfnisse, Wünsche und Sorgen der Jugend nicht ausreichend wahrgenommen werden. Junge Menschen besser zu beteiligen sei ein längst überfälliger Schritt.

Bundesweit haben bei der U18-Bundestagswahl fast 250.000 Kinder und Jugendliche in ganz Deutschland in über 2.600 Wahllokalen ihre Stimme abgegeben.

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