Fürth (epd). Mehr Menschen aus anderen Teilen Deutschlands ziehen nach Bayern als aus Bayern in andere Bundesländer wegziehen. Im vergangenen Jahr seien 116.090 Zuzüge und 107.651 Fortzüge gezählt worden - ein Wanderungsgewinn von 8.439 Personen, teilte das Bayerische Landesamt für Statistik am Donnerstag in Fürth mit. Die meisten kamen aus den angrenzenden Ländern Baden-Württemberg und Hessen. Danach folgten Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen. Vor allem 18- bis 29-Jährige zieht es in den Freistaat. Der Wanderungsgewinn habe gegenüber dem Vorjahr um 11,5 Prozent abgenommen, liege aber über dem Durchschnitt der Jahre 2022 bis 2024, heißt es weiter.

Vor wenigen Tagen hatte das Landesamt bekannt gegeben, dass die Gesamtzahl der in Bayern lebenden Menschen hingegen leicht zurückgegangen sei: Im ersten Halbjahr 2026 lebten 13,23 Millionen Menschen im Freistaat - ein Rückgang um knapp 17.000 Personen im Vergleich zum Jahresende 2025. Als Grund führte das Landesamt unter anderem die sinkende Zuwanderung aus dem Ausland an. Diese sei im betrachteten Zeitraum stark zurückgegangen, von 15.758 auf 2.651 Personen. Bayern ist nach Nordrhein-Westfalen das bevölkerungsstärkste Bundesland.