Würzburg, Berlin (epd). Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, erhält den erstmals verliehenen Deutschen Kulturpolitikpreis. Die undotierte Auszeichnung des Deutschen Kulturrats würdige Schusters außerordentliches kulturelles wie kultur- und bildungspolitisches Engagement und die stete Dialogbereitschaft mit anderen gesellschaftlichen Gruppen, hieß es. Wie der Kulturrat am Montag in Berlin weiter mitteilte, soll der Preis Schuster am Donnerstag im Wilhelm von Humboldt-Saal der Berliner Staatsbibliothek verliehen werden. Die Laudatio hält Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU).

Der Würzburger Arzt Josef Schuster gehört seit 1999 dem Präsidium des Zentralrats der Juden in Deutschland an, seit 2014 ist er dessen Präsident. Außerdem ist der 67-Jährige Vizepräsident des World Jewish Congress und des European Jewish Congress. Seit 2020 ist er außerdem Mitglied im Deutschen Ethikrat.

Schuster wurde 1954 in Haifa in Israel geboren, 1956 kehrten seine Eltern mit ihm in die väterliche Heimat Unterfranken zurück. Josef Schuster studierte Medizin in Würzburg und ließ sich dort 1988 als Internist mit einer eigenen Praxis nieder, die er bis 2020 führte.

Der neue Deutsche Kulturpolitikpreis ist den Angaben zufolge aus dem seit 1992 verliehenen "Kulturgroschen" hervorgegangen. Dieser wurde vom Kulturrat für kulturpolitische Lebensleistungen vergeben. Zuletzt erhielt der frühere Bundesinnenminister und FDP-Politiker Gerhart Baum 2019 die Auszeichnung.

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