Flossenbürg (epd). Mit einem feierlichen Gedenkakt erinnert die KZ-Gedenkstätte Flossenbürg am 26. April an die Befreiung des Konzentrationslagers vor 81 Jahren. Die Gedenkstätte teilte am Donnerstag mit, dass bis zu 500 Gäste erwartet würden - unter ihnen auch vier Überlebende des KZ-Flossenbürgs und seiner Außenlager: Josef Salomonovic (Wien), Shelomo Selinger (Paris), Herzog Max in Bayern und Leon Weintraub (Stockholm).
Zum Festakt sind Redebeiträge angekündigt vom bayerischen Innenminister Joachim Herrmann (CSU), von der parlamentarischen Staatssekretärin Silke Launert, von Xavier Ros von der Audi AG sowie Malgorzata Krzempek-Niespialowski, einer Angehörigen der zweiten Generation. Der Gedenkakt werde durch Impulse des Überlebenden Leon Weintraub, des Gedenkstättenleiters Jörg Skriebeleit und Stiftungsdirektor Karl Freller gerahmt, hieß es weiter. Im Anschluss an den Festakt findet eine Kranzniederlegung im Tal des Todes statt. Bereits ab 24. April lädt die Gedenkstätte zu Diskussionsforen auf dem Gelände ein.
100.000 Häftlinge im Konzentrationslager und seinen Außenlagern
Das Konzentrationslager Flossenbürg wurde am 23. April 1945 von US-amerikanischen Truppen befreit. Bei ihrer Ankunft fanden Angehörige der 90. US-Infanteriedivision der 3. US-Armee noch etwa 1.500 schwer kranke und geschwächte Häftlinge im Lager vor. Wenige Tage vor Ankunft der US-Amerikaner hatte die SS ungefähr 15.000 Häftlinge des Stammlagers Flossenbürg auf sogenannte Todesmärsche in Richtung Süden getrieben. Insgesamt waren 100.000 Häftlinge im Stammlager in Flossenbürg und seinen Außenlagern inhaftiert. 30.000 Menschen überlebten den Terror der SS in Flossenbürg nicht.