MÜnchen&Wiesbaden (epd). Menschen mit niedrigen Bildungsabschlüssen sind nach wie vor seltener erwerbstätig als Personen mit hohen oder mittleren Qualifikationen. Zwischen den Bundesländern gibt es dabei signifikante Unterschiede bei der Erwerbsbeteiligung von Menschen mit niedrigen Bildungsabschlüssen, teilte das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mit. Im vergangenen Jahr seien in Bayern 71 Prozent der Menschen mit solchen Abschlüssen beschäftigt gewesen, in Berlin lediglich 53 Prozent.
Die Erwerbstätigkeitsquoten der verschiedenen Abschlüsse habe sich in den Jahren zwischen 2015 und 2025 allerdings angenähert, so die Statistiker. Besonders mittlere Bildungsgrade seien inzwischen fast genauso oft in Arbeit wie hohe. Die Beschäftigungsquote der Personen mit mittleren Abschlüssen im Alter zwischen 25 und 64 holte demnach von 80 auf 83 Prozent auf, während bei den Hochqualifizierten bei beiden Messpunkten jeweils 88 Prozent in Arbeit waren. Auf deutlich niedrigerem Niveau stieg die Beschäftigungsquote der Geringqualifizierten im selben Zeitraum um vier Prozentpunkte (von 59 auf 63 Prozent).
Regionale Unterschiede
Bei mittleren und höheren Bildungsabschlüssen waren laut Bundesamt auch die regionalen Unterschiede geringer. Für die mittleren Qualifikationen wiesen im vergangenen Jahr Baden-Württemberg und Bayern mit je 86 Prozent die höchsten Beschäftigungsquoten auf, Bremen mit 78 Prozent die niedrigste. Im Saarland, Bayern und Baden-Württemberg waren die Hochqualifizierten mit je 90 Prozent am häufigsten in Arbeit, am wenigsten in Bremen mit 85 Prozent.