Landshut (epd). Ein Bündnis aus Agrar- und Umweltschutzverbänden plant am 16. September in Landshut eine zentrale Protestaktion gegen Massentierhaltung. Das "Agrarbündnis Bayern" kritisiert einen Stillstand bei der Verbesserung des Tierwohls auf Bundesebene. Obwohl die Ergebnisse des Kompetenznetzwerk Tierhaltung des Bundeslandwirtschaftsministeriums seit Februar 2020 vorlägen, existiere bislang kein Finanzierungskonzept, teilte der Bund Naturschutz Bayern am Freitag mit. Zu der Aktion werden Teilnehmer aus dem ganzen Freistaat erwartet.

In industriellen Tierhaltungsbetrieben lebten Tiere auf engstem Raum, ohne ihre arteigenen Bedürfnisse ausleben zu können, hieß es. In Niederbayern, insbesondere im Raum Landshut, befinden sich laut Angaben des Agrarbündnisses viele große Mastschweineställe und Hähnchenmastanlagen. Ein Umbau der Nutztierhaltung und eine verpflichtende Kennzeichnung der Haltungsform seien überfällig, forderte das Agrarbündnis. Auch das Ernährungs-und Einkaufsverhalten müsse sich ändern.

Im Agrarbündnis Bayern sind unter anderem organisiert die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft, der Bund Naturschutz Bayern, Greenpeace und der Deutsche Tierschutzbund, Landesverband Bayern, sowie Slow Food. Die Protestaktion beginnt um 11.30 Uhr in der Landshuter Altstadt. Laut Mitteilung sprechen unter anderem Josef Schmid (Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft), Ilona Wojahn (Deutscher Tierschutzbund), Beatrix Fuchs (Greenpeace) und Stefan Barbarino (Genussgemeinschaft Städter und Bauern, München).

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