München (epd). Die Zahl der von Schlafproblemen betroffenen Menschen in Bayern hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Wie eine Auswertung der Versichertendaten der Barmer-Krankenkasse ergab, wurden im Jahr 2024 rund 1,02 Millionen Fälle von Schlafstörungen diagnostiziert, heißt es in einer Mitteilung vom Mittwoch. 2014 haber die Zahl noch bei 774.900 Fällen gelegen. "Schlafstörungen werden zunehmend zum Volksleiden", sagte der bayerische Barmer-Landesgeschäftsführer Alfred Kindshofer.
Die Ursachen für Schlafstörungen sind vielfältig. Häufig sind Stress, Angstzustände oder unregelmäßige Schlafgewohnheiten auslösende Faktoren. Auch die Nutzung elektronischer Geräte vor dem Schlafengehen spiele eine wichtige Rolle, hieß es. Die Folgen eines beeinträchtigten Schlafs reichten von Reizbarkeit oder Konzentrationsschwäche bis zu einem geschwächten Immunsystem. Dauerhafte Schlafprobleme erhöhten dabei etwa das Risiko für psychische Erkrankungen oder auch Herz-Kreislauf-Probleme.
"Gesunder Schlaf ist kein Luxus"
Besonders betroffen von Schlafstörungen ist nach Auswertung der anonymisierten Barmer-Versichertendaten die Gruppe der Über-80-Jährigen. Tendenziell seien zudem Männer etwas häufiger betroffen als Frauen, hieß es. "Gesunder Schlaf ist kein Luxus, sondern eine Voraussetzung dafür, dass Körper und Geist leistungsfähig bleiben", erläuterte der Barmer-Landeschef. Bereits kleine Veränderungen im Alltag könnten Schlafprobleme linden - etwa feste Schlafenszeiten oder auch regelmäßige Bewegung.