München, Nürnberg (epd). An diesem Freitag (8. Mai) werden auch in Bayern wieder mehrere "Schulstreiks gegen Wehrpflicht" stattfinden - unter anderem in München, Nürnberg und Augsburg. Die Initiatoren teilen auf ihrer Internetseite mit, die steigende Beteiligung an den bisherigen Streiks im Dezember und März zeige, dass der Protest kein einmaliger Aufschrei sei. Sie lehnen die geplante Wiedereinführung der Wehrpflicht ebenso ab wie alle anderen Pflichtdienste. Kritik üben sie außerdem an der Präsenz der Bundeswehr an Schulen.

Streiks finden in Bayern beispielsweise in München am Rotkreuzplatz (10 Uhr), in Nürnberg am Cramer-Klett-Park (9.30 Uhr), in Augsburg am Peutinger Gymnasium (12.30 Uhr), in Ingolstadt am Rathausplatz (12 Uhr), in Würzburg am Hauptbahnhof (9.30 Uhr) oder auch in Bayreuth am Stadtparkett (10 Uhr) statt. Hintergrund für die Demos ist, dass am 1. Januar 2026 der neue Wehrdienst ab Geburtsjahr 2008 in Kraft getreten ist. Er sieht unter anderem das Ausfüllen eines Fragebogens und eine verpflichtende Musterung für Männer vor.

Recherchen: Steckt die DKP hinter der Bewegung?

Während sich Schulstreik gegen Wehrpflicht selbst als eine offene Gruppierung von Schülerinnen und Schülern bezeichnet, die sich aktiv gegen Militarisierung, Krieg und Wehrpflicht einsetzen, gibt es an der Bewegung inzwischen auch Kritik. Nach Recherchen des Hessischen Rundfunks sind die bisherigen Streiks maßgeblich von der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP) und ihrer Jugendorganisation SDAJ vorbereitet worden. Es gebe zahlreiche personelle und inhaltliche Überschneidungen.