Tipp 1: Podcast "Die da Oben!"

Bei "DIE DA OBEN!" geht es um Politik, aber auf eine Art, die nicht so trocken daherkommt wie der klassische Politikunterricht oder die Nachrichten. Das Format greift aktuelle Themen und erklärt sie mit einfachen Worten, Videos und oft auch Humor. Dadurch fühlt es sich eher nach Social Media als nach einer Nachrichtensendung an. Bei den Sprechern sind sowohl Männer als auch Frauen dabei, und durch die lockere Art wirkt der Podcast eher wie ein Gespräch als wie eine typische Nachrichtensendung.

Warum empfehle ich ihn?
Ich finde gerade den lockeren Stil richtig gut. Ich schaue mir das Video an und habe danach trotzdem das Gefühl, etwas über Politik gelernt zu haben. Außerdem werden oft Themen behandelt, die auch für junge Menschen relevant sind. Ein guter Einstieg für alle, die anfangen möchten, sich mit Politik zu beschäftigen, ohne direkt mit komplizierten Diskussionen oder langen Nachrichten konfrontiert zu werden.

Für wen ist der Podcast nicht geeignet?
Die lockere Art ist natürlich Geschmackssache. Wenn du lieber sehr ausführliche Analysen oder möglichst viele Details zu einem Thema suchst, wirst du hier nicht fündig. Dafür ist das Format aber gut geeignet, um überhaupt erstmal einen Zugang zu politischen Themen zu bekommen.

Tipp 2: Podcast "Was jetzt?" 

Der Podcast "Was jetzt?" von der ZEIT ist für mich vor allem praktisch, wenn ich mitbekommen möchte, was gerade in der Welt und in der Politik passiert. Die Folgen sind meistens relativ kurz und konzentrieren sich auf ein oder zwei besonders wichtige Themen des Tages. Dabei wird nicht nur erzählt, was passiert ist, sondern die Nachrichten werden auch eingeordnet. Die Folgen werden von verschiedenen Sprecherinnen und Sprechern moderiert und erinnern durch ihren Aufbau eher an eine kurze Nachrichtensendung als an einen klassischen Laberpodcast.

Warum empfehle ich ihn?

Ich höre "Was jetzt?" gerne, wenn ich nicht viel Zeit habe, aber trotzdem wissen möchte, was gerade wichtig ist. Ich kann die Folgen gut auf dem Weg zur Schule, im Bus oder zwischendurch hören und bin danach auf dem neuesten Stand. Gerade deshalb finde ich ihn für Jugendliche praktisch, die Politik interessant finden, aber nicht jeden Tag viel Zeit dafür haben.

Für wen ist der Podcast nicht zu empfehlen?

Durch die kürze der Beiträge kann natürlich nicht jedes Thema ausführlich behandelt werden. Wenn dich ein bestimmtes Thema besonders interessiert, musst du danach noch woanders weiterlesen oder einen längeren Podcast dazu hören. 

Tipp 3: Podcast "Das Politikteil" 

"Das Politikteil" ist ein Podcast der Süddeutschen Zeitung, in dem aktuelle politische Themen ausführlich besprochen werden. Dabei geht es nicht nur darum, was gerade passiert, sondern auch um die Hintergründe und die verschiedenen politischen Positionen dazu. Dadurch bekommt man einen etwas tieferen Einblick in die Themen, die gerade diskutiert werden. Die Gespräche werden meist von zwei Personen geführt, die sich gegenseitig Fragen stellen und ihre Gedanken zum Thema austauschen.

Warum empfehle ich ihn?
Ich finde "Politikteil" interessant, weil man sich beim Hören wirklich mit einem Thema auseinandersetzt und nicht nur kurz die neuesten Nachrichten mitbekommt. Gerade wenn mich ein politisches Thema etwas mehr interessiert, kann ich hier genauer verstehen, worum es eigentlich geht und welche Fragen dahinterstecken. Dadurch ist der Podcast für mich eine gute Ergänzung zu kürzeren Nachrichtenformaten.

Für wen ist der Podcast nicht geeignet?
Im Vergleich zu kurzen News-Podcasts braucht man für "Politikteil" etwas mehr Zeit und Aufmerksamkeit. Wenn du nur schnell wissen möchtest, was heute passiert ist, gibt es passendere Formate. Außerdem können einzelne Folgen ziemlich ausführlich werden, was nicht jedem gefallen dürfte.

Tipp 4: Podcast "Der Tag"

"Der Tag" vom Deutschlandfunk ist ein Podcast, den ich gerne höre, wenn ich wissen möchte, was gerade politisch abgeht. Jeden Tag werden die wichtigsten Themen aufgegriffen und nicht einfach nur kurz erwähnt, sondern auch erklärt. Dabei geht es vor allem darum, warum etwas passiert ist und was das Ganze eigentlich bedeutet. Die Folgen werden von unterschiedlichen Moderatorinnen und Moderatoren gestaltet, die unterschiedliche Meinungen wiedergeben.

Warum empfehle ich ihn?
Ich mag den Podcast, weil ich danach nicht nur weiß, was passiert ist, sondern auch besser versteht, was dahintersteckt und warum das passiert. Gerade bei politischen Themen, bei denen man sonst schnell den Überblick verliert, finde ich das sehr hilfreich. Außerdem sind die Folgen mit ungefähr 25–35 Minuten noch relativ überschaubar. Deshalb würde ich "Der Tag" vor allem Jugendlichen empfehlen, die sich mehr für Politik interessieren wollen, aber keine Lust auf trockene Nachrichten haben.

Für wen ist der Podcast nicht geeignet?
Wenn du dich nur ganz schnell über die wichtigsten News informieren möchtest, ist "Der Tag" vielleicht ein bisschen zu lang. Die Folgen sind eher dafür gedacht, dass man sich kurz bewusst Zeit nimmt und zuhört. Nebenbei laufen lassen funktioniert zwar, aber gerade bei komplizierteren Themen sollte man aufpassen, damit man alles mitbekommt.

Tipp 5: Podcast "OK, America!"

"OK, America!" ist ein Podcast von ZEIT ONLINE, der sich mit der Politik und Gesellschaft in den USA beschäftigt. Dabei geht es nicht nur um das, was gerade in den amerikanischen Nachrichten steht, sondern auch darum, wie Politik dort funktioniert und warum bestimmte Themen in den USA so eine große Rolle spielen. Die Folgen werden von Rieke Havertz und Klaus Brinkbäumer gemeinsam moderiert. Durch ihren Austausch wirkt der Podcast eher wie ein Gespräch als wie eine klassische Nachrichtensendung.

Warum empfehle ich ihn?
Ich finde den Podcast interessant, weil man durch ihn einen besseren Einblick in die USA bekommt und nicht alles nur aus deutscher Sicht betrachtet. Gerade bei Themen wie Trump, den Wahlen oder dem amerikanischen Parteiensystem hilft er dabei, die Zusammenhänge besser zu verstehen. Ich höre ihn gerne, wenn ich mehr über amerikanische Politik erfahren möchte, ohne mich durch unzählige US-Nachrichten arbeiten zu müssen.

Für wen ist der Podcast nicht geeignet?
Der größte Nachteil ist für mich, dass sich der Podcast hauptsächlich mit den USA beschäftigt. Wenn du vor allem deutsche Politik oder Nachrichten aus der ganzen Welt suchst, ist er deshalb nicht unbedingt die richtige Wahl. Außerdem sind viele Folgen etwas länger, wenn ein Thema ausführlicher besprochen wird.