München (epd). Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach (CSU) hat den Bund in der Debatte um die Beträge von Bürgergeldempfängern in die Pflicht genommen. Die Übernahme dieser Beiträge sei ein wichtiger Hebel, um die gesetzliche Krankenversicherung zu entlasten, sagte die Ministerin laut einer Mitteilung des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit, Pflege und Prävention vom Samstag.
Statt die Last fair auf alle Schultern zu verteilen, zahlten bisher nur die gesetzlich Krankenversicherten die Kosten für die Bürgergeldempfänger. Denn die staatlichen Beiträge deckten nicht die tatsächlichen Kosten. Versicherungsfremde Leistungen gehörten jedoch aus Steuermitteln finanziert, nicht aus Beiträgen der Versicherten. "Die Expertenkommission sieht hier ein Entlastungspotenzial von rund zwölf Milliarden Euro. Dieses Potenzial muss jetzt genutzt werden. Bayern drängt darauf seit Jahren."