Evangelische Morgenfeier

Predigt: Lebenssatt oder lebensmüde

Die Zeit des Lockdowns in der Corona-Pandemie ist ein guter Zeitpunkt, um über den eigenen Tod nachzudenken und mit den Liebsten darüber zu sprechen, findet die Professorin für Christliche Publzistik, Johanna Haberer, aus Erlangen. Eine evangelische Morgenfeier.
Licht und Schatten

Lass mich gehen

Lass mich gehen, sagt sie. Die alte Frau ist lebenssatt. Sie will nicht mehr. Alles tut weh, liegen, sitzen, aufstehen und erst das Laufen. Die Augen werden immer schlechter, jetzt wollen auch die Ohren nicht mehr. Die Welt um sie herum verschwimmt und wird seltsam wattig. Die alte Frau ist ihres Lebens müde. Sie schaut auf ein aufregendes Leben zurück. Krieg und Frieden hat sie erlebt. Sie weiß, wie es sich anfühlt zu hungern und später aufs Gewicht zu achten. Ihre Kinder sind schon Eltern. Und ihre Enkel bauen ihr eigenes Leben. Sie hatte Liebhaber, einen Ehemann und einen späten Freund im Alter. Sie liebt ihre große Familie und hatte viele Freundinnen und Freunde, doch die werden weniger und weniger. Jetzt ist sie lebenssatt, sie ist lebensmüde.

Sie hat ihr Testament im Schreibtisch und beim Notar hinterlegt, hat ihre älteste Tochter bei der Patientenverfügung als Bevollmächtigte eingesetzt. Sie hat in den vergangenen Jahren systematisch Dinge verschenkt, die ihr lieb waren, an Menschen, die ihr lieb sind. Manchmal schämt sie sich so alt geworden zu sein. Ihr großer Bruder, der bewunderte, war mit achtzehn Jahren in den letzten Kriegstagen gefallen.

Lasst mich einfach gehen, sagt sie ihren Kindern. Ich habe sehr viel Freude gehabt in meinem Leben, jetzt freut mich nicht einmal das Essen oder das Trinken. Ich lass es einfach sein, ab jetzt nehme ich nichts mehr zu mir, werde leichter und leichter und gehe so meinem Tod eine Spanne entgegen. Lasst mich gehen, sagt sie zu den Menschen, die sich um sie kümmern.

Die Tochter ist zunächst erschrocken: "Warum denn Mama, Du bist doch klar im Kopf und auch nicht richtig krank?" Die Pflegerin von der ambulanten Station ist  beleidigt: Ich gebe mir doch solche Mühe, dass es Ihnen gut geht? Erst als die alte Frau das Essen auf Rädern abbestellt ist allen klar: Sie meint es ernst. Diese fröhliche, gescheite, starke und Frau mit ihrem wunderbaren Gottvertrauen, sie will einfach nicht mehr.

In den letzten Jahren sind ihr zwei biblischen Gestalten besonders ans Herz gewachsen: Simeon und seine Begleiterin Hannah. Steinalt beide. Sie nehmen das neugeborene Jesuskind im Tempel auf den Arm und Simeon, der seit Jahren darauf wartet, Gott zu begegnen sagt: "Herr, nun lässest Du Deinen Diener in Frieden fahren, denn meine Augen haben Deinen Heiland gesehen." Die geduldige Hannah sagt nichts – wie so oft in der Bibel Frauen nichts sagen – aber alle sehen es ihr an: Endlich! Es ist so schön - ich halte den kleinen Heiland in den Armen und mache mich zugleich auf, meinem großen Schöpfer in die Arme zu laufen. Das Leben ist erfüllt. Es hat sich gerundet. Es ist genug.

Ich habe genug erst

Lass mich gehen, sagt die alte Frau. Gott sei Dank hat sie eine Wahl und Menschen um sich herum, die ihre Wahl respektieren. Vor etwa zwanzig Jahren, ich erinnere mich, da wurde ein Mensch mit einem schweren Schlaganfall künstlich am Leben erhalten - über Jahre. Du musst leben um jeden Preis, sagen damals die Ärzte. Etwas anderes durfte gar nicht gedacht werden. Der Wunsch aus dem Leben zu gehen, war absolut tabuisiert.

Bis vor gar nicht so langer Zeit haben auch die Kirchen nicht von Lebensüberdruss gesprochen, sondern von Mord, Selbstmord. Das klingt nach Verbrechen und Vorwurf. Die Kirchen legten bis vor einigen Jahrzehnten fest: Ein Mensch, der sich selbst das Leben nimmt, bekommt kein Grab auf einem christlichen Friedhof, keinen Abschied mit Gebet und Segen.

Das ist vorbei, Gott sei Dank, ich bin zutiefst erleichtet, dass wir Christen den Schmerz erkennen, die Müdigkeit und das Leiden und nicht mehr die Schuld. Menschen sind lebenssat und das im hohen Alter. Andere sind lebensmüde, mitten im Leben und oft genug nur auf Zeit. Manchmal auch chronisch. Es gibt so etwas wie Lebensüberdruss. Und ich finde es gut, dass wir heute sogar in einer kirchlichen Morgenfeier darüber reden können. Über alt und krank sein. Über das zu lange leben und die tiefe Traurigkeit. Jetzt in der Passionszeit.

Gleichzeitig wird mir klar, wie gefährlich das ist. Denn seinem Leben ein Ende zu setzen, ist unumkehrbar. Man kann es sich danach nicht mehr anders überlegen. Man muss sich klar machen: hinter der Grenze des biologischen Todes ist kein Rückweg möglich.

Und dann denke ich an den Mann, der Corona hatte mit schwerstem Verlauf. Eine Patientenverfügung liegt vor: Im Falle einer todesnahen Situation will er keine lebensverlängernden Maßnahmen. Aber seine erwachsenen Kinder entscheiden anders und lassen ihn am Beatmungsgerät. Ein halbes Jahr später sagt er der Wochenzeitung DIE ZEIT, er sei noch schwach, aber sehr, sehr glücklich darüber, dass er lebt, dass seine Familie seinen Willen übergangen hat. Auch so kann es kommen.

Wie einer die eigene Lebensgeschichte bewertet, ob das Sterben mit Angst besetzt ist, ob man schmerzempfindlich ist, gläubig oder nicht - das ist bei jedem Menschen anders und wechselt manchmal auch von Stunde zu Stunde von Tag zu Tag. Dass der Tod etwas Weiches, Zartes und Verführerisches haben kann, besingt der Liedermacher Ludwig Hirsch. Er singt von einem Schwerkranken , der sich darauf freut die letzte Grenze zu überschreiten, weil er gewiss ist: da ist Gott und da ist Freude.

Es ist genug

Die Bibel geht klug und nüchtern um mit dem Thema Abschied und Lebensüberdruss. Eine ganze Reihe von biblischen Männern - und auch von einer Frau wird erzählt - nehmen sich das Leben oder sind sehr lebensmüde. Viele Geschichten erzählen davon – ganz offen und ohne Tabu – und sie bewerten diese Handlung nicht. Sie erzählen - um es modern auszudrücken - von Suizidgedanken und -versuchen und beschreiben auch ganz genau die seelischen Zustände, die dazu führen können.

Da gibt es die Männer, die sich in all den Jahren einen tadellosen Ruf, ja sogar Ruhm erworben haben und die nun zur Lachnummer für alle geworden sind. Sie haben ihre Ehre, das Gesicht verloren. Wie in der irren Geschichte von Samson. Der großartige Samson wird von einer listigen Frau geschlagen. Sie hat ihm die Haare abgeschnitten, in denen seine übergroße Kraft verborgen ist. Schwach, verraten, und verlacht führt Samson seinen eigenen Tod herbei. Er stirbt vor aller Augen in den Trümmern des Tempels.

So eine Beschädigung der Ehre eines Menschen passiert heute tausendfach. Wenn Menschen wegen einer einzigen aus dem Zusammenhang gerissenen Aussage ihren Job verlieren. Weil sie sich unbequem äußern oder in den Strudel einer Kampagne geraten, weil sie sich haben betrügen lassen und anlügen. Es kann ganz schnell gehen, plötzlich stehen vormals angesehene Leute da wie Lumpen, Lügner und Betrüger.

Der Samson der biblischen Geschichte hat einen solchen Gesichtsverlust nicht verkraftet. Der Löwe Israels, so sein Beiname, glaubt, er sei nichts mehr wert. Ohne Ruhm und Einfluss. Die Bibel erzählt diese Tragödie des starken Mannes tabulos und ungerührt. Die Geschichtsbücher halten seine Taten wie sein Ende fest . Beides: die Kraft, den Ruhm und das Ende. Ach, Samson, will ich zu ihm sagen: Mensch, du bist doch mehr wert als die Summe deiner Taten. Merkst du nicht, dass du stark werden kannst, gerade wenn du schwach bist. Spürst du nicht, dass das Leben wertvoll ist, gerade wenn du die Bürde deines Ruhmes nicht mehr tragen musst. Wärest du nicht eines Tages sowieso schwach und alt geworden. Müssen wir nicht alle damit leben, dass Bedeutung und Stärke, dass Ruhm und Einfluss höchst verderbliche Güter sind?

Und dann: Elia. Auch er ist seines Lebens müde.  Er lässt alles zurück und geht zum Sterben in die Wüste. Es ist eine Mischung aus Schuld und Scham und Angst und burn out. Die Gottesflamme ist heruntergebrannt. Der begeisterte Kämpfer bricht erschöpft zusammen. Er kann nicht mehr. Er hat zu viel investiert und außer viel Blutvergießen nichts erreicht. Er merkt, dass er die gleichen Fehler gemacht hat, wie die Generationen vor ihm: ich bin nicht besser als meine Väter...sagt er.

Er aber ging hin in die Wüste eine Tagereise weit und kam und setzte sich unter einen Ginster und wünschte sich zu sterben und sprach: Es ist genug, so nimm nun, HERR, meine Seele; ich bin nicht besser als meine Väter. Und er legte sich hin und schlief unter dem Ginster. Und siehe, ein Engel rührte ihn an und sprach zu ihm: Steh auf und iss! Und er sah sich um, und siehe, zu seinen Häupten lag ein geröstetes Brot und ein Krug mit Wasser. Und als er gegessen und getrunken hatte, legte er sich wieder schlafen. Und der Engel des HERRN kam zum zweiten Mal wieder und rührte ihn an und sprach: Steh auf und iss! Denn du hast einen weiten Weg vor dir.

Elias Geschichte erinnert mich an den deutschen Aktivisten vor zehn Jahren  im arabischen Frühling: Irgendwie kommt er mit einer studentischen Widerstandsgruppe gegen Assad in Kontakt und hilft ihnen die Internetüberwachung des Diktators zu umgehen. Immer neue Bypässe programmiert er, immer neue Räume öffnet er, damit sich die Kämpfer für die Demokratie treffen können, ohne von der Geheimpolizei erwischt zu werden.

Er isst nicht mehr. Er schläft nicht mehr. Er bewegt sich nicht mehr von seinem Computer weg. Er leidet mit seinen virtuellen Freunden. Er hat Angst um sie. Aber - er kann seine fernen Gefährten schlussendlich nicht retten. Nach und nach wird es still in den virtuellen Räumen. Einer nach dem anderen wird ausspioniert oder verraten und verschwindet im Gefängnis. Am Ende sind alle verschwunden und unser Retter vor dem Bildschirm bricht völlig zusammen. Er kann nicht mehr. Er will sich das Leben nehmen. Nur noch schlafen. Nichts mehr hören und sehen. Nur noch schlafen.

"Es ist genug. Nimm nun Herr meine erschöpfte Seele." Elia stirbt nicht in der Wüste. Gott will, dass er am Leben bleibt. Mit seinem starken guten Willen, mit seiner Intelligenz. Seiner Kraft. Inmitten der heißen und trockenen Wüste tritt ein Wesen zu Elia und reicht dem Durstigen zu trinken und reicht ihm zu essen. Elia trinkt und schläft wieder ein. Und wieder berührt ihn eine Hand: "Iss und trink. Du hast einen weiten Weg vor Dir".

Lebensmüde wie Judas

Die Bibel kennt also Menschen, die das Leben satt haben. Die ihres Lebens müde sind. Ja. Das ist manchmal so. Wenn ich mich wertlos fühle und verlassen. Wenn ich in eine ausweglose Situation gekommen bin. Wenn ich betrogen und verraten worden bin oder vor aller Welt lächerlich gemacht. Wenn ich vor aller Welt verurteilt werde. Wenn ich in einem politischen System lebe, das mich verfolgt und mir nach dem Leben trachtet. Wenn ich Schuld auf mich geladen habe. Untragbare. Wenn ich Schmerzen habe. Unerträgliche. Jeder Mensch kann in eine Lebenslage kommen, dass er des Lebens überdrüssig wird. Jeder Mensch. Unverschuldet. Es gibt Lebenssituationen, denen entkommt man nicht und manchmal wünscht man sich, einfach nicht mehr da zu sein.

Wer bin ich über eine solche Handlung zu urteilen? Unsere Bibel urteilt auch nicht. Nicht einmal bei dem Mann, der in der Passionsgeschichte zum Sündenbock geworden ist. Der Jünger Judas, dem Jesus vertraut hat, den er geliebt hat. Jesus schließt Judas nicht aus. Er trinkt mit ihm aus einem Becher. Er feiert mit ihm zusammen das letzte Abendmahl. Es gibt wohl keine Figur im neuen Testament, die so finster dargestellt wird, wie Judas, der Jünger Jesu. Judas, der Verräter. Zuletzt tötet er sich selbst, zutiefst verzweifelt. Und die Bibel erzählt das nüchtern, ohne zu werten.

Aber die Kirchen lehren dann über Jahrhunderte: solche "Selbstmörder"  wie Judas, werden nach dem Tod keinen Platz bei Gott haben: In diesem Himmelreich, diesem Reich der Seligen, das unsere Glücksphantasien explodieren lässt. An diesem Ort, wo kein Leid mehr ist und kein Geschrei und wo Gott abwischen wird alle Tränen.

Kein Platz bei Gott für diese Menschen? Vielleicht wissen Künstler da viel mehr. Das Kapitell in der Kathedrale von Vezelay  zum Beispiel. 1000 Jahre alt ist dieses in Stein gehauene Kunstwerk. Da kann man an einer Kante ein seltsames Paar entdecken: Jesus trägt Judas auf seinen Schultern – hin zu Gott.

Gib jedem seinen eignen Tod

Das Bundesverfassungsgericht hat das Thema Suizid aus der Tabuzone geholt und fordert nun neue Gesetze: Sie sollen ein Recht auf selbstbestimmtes Sterben garantieren - als Teil eines selbstbestimmten Lebens. Es ist gut, dass sich niemand mehr verstecken muss oder schämen für einen Todeswunsch. Es ist gut, dass niemand mehr verurteilt und ausgegrenzt wird. Es ist gut, dass lebensmüde und lebenserschöpfte Menschen heute ein geistliches Lebewohl erhalten. Denn wer wirft freiwillig dieses wunderschöne Leben weg, wenn nicht dieses Leben auf irgendeine Weise beschädigt ist.

Aber – man muss sich auch selbst viele Fragen stellen: wen verletze und beschädige ich, indem ich mein Leben für sinnlos erkläre? Vielleicht will ich ja, wenn nicht für mich, für die anderen leben? Vielleicht ist meine Stimmung nur vorübergehend. Vielleicht geht das auch wieder vorbei? Was ist mit meiner Familie? Mit meinen Freunden? Oder kann vielleicht die Hilfe zum Sterben auch ein letzter Liebesdienst sein?

"O Herr, gib jedem seinen eignen Tod. Das Sterben, das aus jenem Leben geht, darin er Liebe hatte, Sinn und Not. Denn wir sind nur die Schale und das Blatt. Der große Tod, den jeder in sich hat, das ist die Frucht, um die sich alles dreht."[1]

So schreibt der Dichter Rainer Maria Rilke zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Den eigenen Tod…Rainer Maria Rilke wendet sich gegen ein normiertes Sterben. Jeder und jede hat das Recht den Tod zu sterben, der zu dem eigenen einzigartigen Leben passt. Dann wäre Sterben die Konsequenz des Lebens, wie die Frucht, die die Vollendung einer einst unscheinbaren Knospe ist, die sich nach und nach entfaltet hat.

Vielleicht nehmen wir in diesen verschlossenen Monaten - in denen wir wie nie zuvor gezwungen sind nach Innen zu leben – uns die Zeit, um über den eigenen Tod nachzudenken. Und mit meinen Lieben darüber zu sprechen. Was würde ich mir wünschen? Wer soll dann bei mir sein, meine Hand halten oder auch nicht? Wo will ich sterben? Dabei ist völlig klar: manchmal hilft alles Wünschen nichts und Gott beendet unser Leben auf seine Weise. Er nimmt seinen Lebenshauch von uns, wie es in der Bibel heißt.

Und dann gehe ich in diesen leeren Raum. Ich gehe in dieses Nichts aus dem Gott alles gemacht hat, was ist. Wir brauchen keine Bilder vom Jenseits. Mit Wolken und Harfen. Wir dürfen einfach gewiss sein, dass der Gott, der aus dem Nichts unsere ganze Welt erschaffen hat, dass dieser Gott ein neues Leben schaffen kann. Vielleicht ein ganz anderes. Ein unsichtbares. Mit Lachen und Glücklichsein. Oder vielleicht ist auch alles ganz anders. Einfach ganz anders.

Seit dem Mittelalter erzählt man sich diese Geschichte: Zwei Mönche unterhielten sich auf ihren Spaziergängen wieder und wieder über den Tod. Wie würde es sein bei Gott? Sie malten sich alles genau aus, manchmal dachten sie, sie sähen den Himmel bereits vor sich. Dann wieder hatten sie Zweifel. Was wäre, wenn ihre Bilder völlig falsch wären? So beschlossen sie eines Abends: Wer zuerst stirbt, soll in der Nacht nach seinem Tod dem andern erscheinen und nur ein einziges Wort sagen:"Taliter: es ist so" oder "Aliter: es ist anders".

Kurz darauf stirbt einer der beiden. In der Nacht erscheint er, wie abgemacht, seinem Freund."Taliter?" fragt der ihn. Er schüttelt den Kopf."Aliter?" fragt der Freund ängstlich.  Wieder schüttelt der andere den Kopf und sagt ganz leise mit einem feinen Lächeln: "Totaliter aliter: es ist vollkommen anders."

Gib mir meinen eigenen Tod, das würde ich mir auch wünschen und ich würde mir wünschen, dass meine Lieben mich am Ende begleiten, wenn ich des Lebens müde bin und satt vom Leben. Ich wünsche mir ein Ende meines irdischen Lebens, das ganz ohne Gewalt ist, wie ein Endspiel der Liebe. Wenn ich sterben werde, will ich wünschen und hoffen: Ich habe einen weiten Weg vor mir. Weit und voller Leben. Und ganz neu.

 

[1] Rilke, Die Gedichte. Nach der von Ernst Zinn besorgten Edition der sämtlichen Werke, Insel Verlag 1957. Das Stundenbuch. Das Buch von der Armut und vom Tode, 1903

Die Evangelische Morgenfeier

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