Am 8. Dezember 2025 feiert der Raum für Gebet und Stille am Flughafen München sein 20-jähriges Bestehen. Der interreligiöse Raum wurde 2005 eröffnet, initiiert von Kardinal Friedrich Wetter und Landesbischof Johannes Friedrich. Ziel war von Anfang an, einen Ort zu schaffen, an dem Menschen verschiedener Religionen Ruhe finden, beten oder Rat und Unterstützung suchen können.
Die Idee hatte ihren Ursprung bereits bei der Erweiterung des Flughafens Anfang der 2000er Jahre. Auch wenn die Initiative zunächst von den christlichen Kirchen getragen wurde, war von Beginn an eine Offenheit für alle Glaubensrichtungen zentral. Seit seiner Einweihung ist der Raum täglicher Anlaufpunkt für Reisende sowie Flughafenmitarbeitende.
Menschen mit Seele
"Am Flughafen geht es viel um Zahlen, Zeiten, Renditen – aber hier arbeiten Menschen mit einer Seele", sagte Christine Stöhr, seit 2021 evangelische Flughafenpfarrerin, kurz vor ihrer Einführung dem Evangelischen Pressedienst (epd).
Sie beobachte täglich, wie Passagiere und Beschäftigte den Raum nutzten, um innezuhalten, Sorgen zu teilen oder einfach einen Moment Ruhe zu finden. "Neue Orte und Zeiten für die Seele zu öffnen, das ist unser Traum", betonte Stöhr.
Der Raum für Gebet und Stille ist Teil eines ökumenischen Angebots am Münchner Flughafen, zu dem auch die Christophorus-Kapelle und die Beratung der Kirchlichen Dienste gehören.