Aufgewachsen am Fuße der Schwäbischen Alb, hielt es Oliver Marquart in München genau ein Jahr aus — bevor er tat, was Schwaben eben tun: nach Berlin ziehen und dort bleiben. 20 Jahre lang.
Dort hat er sich in den Musikjournalismus gestürzt und mit rap.de eine der größten deutschen Musikseiten als Chefredakteur geleitet — bis fast jeder namhafte deutsche Rapper ihn entweder in einem Song beleidigt oder verklagt hatte. Manche sogar beides. Ein guter Zeitpunkt für einen Themenwechsel.
Bei watson lernte Oliver, dass die Welt größer ist als der Backkatalog von Bushido — zunächst als Nachrichtenredakteur, später als Chef vom Dienst.
An der Freien Universität Berlin absolvierte er dann sein Traumstudium: Politikwissenschaft. Ein früheres Studium der Neueren Deutschen Literatur hatte er abgebrochen — falsche Entscheidungen muss man nicht bis zum bitteren Ende durchziehen.
In Berlin — ausgerechnet — fand er zum evangelischen Glauben zurück. Eine lebendige Gemeinde in Berlin-Friedrichshain bot ihm dafür die richtige Basis.
Seit 2021 ist er beim Sonntagsblatt als Online-Redakteur und Chef vom Dienst — und damit wieder dort, wo alles anfing. Nein, nicht am Fuß der Schwäbischen Alb, aber auch nicht sehr weit davon entfernt: in München.