9.10.2019
Von Inklusion bis Jugendarbeit

Bayerische Landeskirche zeichnet vier ehrenamtliche Projekte 2019 aus

Ein Jugendprojekt, zwei Gemeinschafts-Initiativen und ein Inklusionsnetzwerk erhalten den Ehrenamtspreis 2019 der bayerischen Landeskirche. Sie alle hätten sich mit dem Thema "Kirche im Raum" auseinandergesetzt, teilte die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern (ELKB) am Dienstag mit. Dieses Thema sei ein zentraler Aspekt des landeskirchlichen Reformprozesses "Profil und Konzentration" (PuK).
Ideen für den Reformprozess PuK Birnen

"Das Projekt BlindDate! Kirche mal anders erleben" der evangelischen Jugend im Dekanat Coburg ist ein Kooperationsprojekt zwischen der Evangelischen Jugend Coburg und dem Bund der Katholischen Jugend Coburg. Es gehe darum, den Kirchenraum mit allen Sinnen - außer dem Sehsinn - zu erkunden und zu erleben. Die Projektverantwortlichen wenden sich an Jugendliche ab zwölf Jahren.

Die Kirchengemeinde Gersthofen im Kreis Augsburg wird für ihr Gemeinwesenprojekt "Backhaus" geehrt. Im Backhaus begegnen sich Menschen bei regelmäßigen Backtagen, an denen mitgebrachte Brotrohlinge gebacken werden können. Währenddessen steht ein Team von 14 Ehrenamtlichen und einem Diakon für Gespräche bereit.

"PYReinander" hat zum Ziel, Bürger, Vereine, Kirchen, Unternehmer, politische Gemeinde und Diakonie in der Marktgemeinde Pyrbaum im Landkreis Neumarkt zu vernetzen, heißt es in der Mitteilung. Dies fördere gemeinschaftliche Aktionen und beuge der Vereinsamung insbesondere von Senioren vor. Aktionen waren ein Sommerfest im Seniorenzentrum, Zusammenkünfte von Senioren und Konfirmanden oder Ausstellungen von Künstlern aus Pyrbaum.

Viertes Sieger-Projekt ist das Netzwerk Inklusion im Dekanat Schwabach. Dort hätten sich 22 Gemeinden vorgenommen, den Inklusionsgedanken auch im kirchlichen Raum umzusetzen, hieß es. Die Idee gehe auf ein Kirchenvorsteher-Wochenende zum Thema Diskriminierung zurück. Es habe die Teilnehmenden sensibilisiert im Wahrnehmen von Hindernissen jeglicher Art, insbesondere in kirchlichen Räumen. Dazu gehören unüberwindbare Treppen, fehlende Induktionsanlagen oder schwer lesbare Liedtafeln.

Die Preise in Höhe von jeweils 1.000 Euro werden am 7. Dezember im Rathaussaal in Cham verliehen.

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Engagiert in Würzburg

 Kunsthistorikerin Christiane Kummer
Die Kunsthistorikerin Christiane Kummer war seit 2000 ehrenamtlich für die evangelische Kirche im Einsatz, seit 2006 als Vertrauensfrau der Würzburger Deutschhausgemeinde, Mitglied des Dekanatsausschusses und der Dekanatssynode. Bald wurde sie Präsidiumsmitglied dieser Gremien. Zu den bevorstehenden Kirchenvorstandswahlen lässt sie sich nicht mehr aufstellen. Ein Bilanz-Interview.