13.01.2018
Klimaschutz

Warum der bayerische Landesbischof und EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm eine Einhaltung der Klimaschutzziele 2020 sehr wichtig findet.
Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm Landessynode Amberg 2017

Der bayerische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm fordert die Politik auf, an ihren Klimaschutzzielen festzuhalten. Es dürfe keine Abstriche am Fahrplan zur CO2-Reduktion geben, sagte der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) im Münchner Presseclub. Zu Beginn der Sondierungsgespräche zwischen CDU/CSU und SPD in dieser Woche war bekanntgeworden, dass die Parteien ihr Klimaschutzziel 2020 aufgeben wollen.

Eigentlich sollte der CO2-Ausstoß bis 2020 um 40 Prozent reduziert werden. Laut Medienberichten soll das Klimaschutzziel nun erst Anfang der 2020er Jahre erreicht werden. Bedford-Strohm räumte ein, dass man bei der Zielerreichung Zahlen keinen Heiligenschein verpassen sollte. Man sollte aber sagen: »So schnell wie möglich.«

Bedford-Strohm: Menschen verlieren durch Klimawandel ihre Heimat

Bedford-Strohm erinnerte daran, dass bereits jetzt infolge des Klimawandels Regionen von der Landkarte verschwinden. Die Pazifik-Insel Tuvalu etwa beginne schon unterzugehen. Und auch woanders verlören Menschen durch Dürre und Stürme und ihre Heimat - »nur weil wir unseren westlichen Lebensstil nicht ändern wollen«, kritisierte Landesbischof Bedford-Strohm.

Derzeit litten vor allem die Menschen unter dem Klimawandel, die am wenigsten dazu beitragen. Man dürfe daher die Konsequenzen für Menschen in anderen Ländern nicht aus dem Blick verlieren. »Wir müssen Lautsprecher für die Geschichten von Menschen anderswo sein«, rief der EKD-Ratsvorsitzende Politik, Kirchen und Gesellschaft zum Handeln auf.

 

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