23.12.2017
Weihnachten

Der katholische Bamberger Erzbischof Ludwig Schick hat den Wunsch der Menschen hierzulande nach einer christlichen Prägung Deutschlands in Zukunft als schizophren bezeichnet.
Der Bamberger Erzbischof Luswig Schick - hier auf einem Bild aus dem Archiv.

 

Während viele Menschen jenen Wunsch bei einer Umfrage geäußert hätten, beteiligten sich immer weniger am kirchlichen Leben, sagte Schick bei Wiedereröffnung der Kirche St. Georg in Höchstadt am Tag vor Heiligabend 2017: »Man kann nicht etwas wollen und nichts dafür, sogar manches dagegen, tun.« Das Land befinde sich an einer Schwellensituation, sagte der Bischof und verwies auf die NS-Zeit. Die Nationalsozialisten hätten antichristlichen Rassenwahn verbreitet. Viele fragten sich nach dem Ende des Krieges, wie es so weit hatte kommen können und sich selbst angeklagt.

Schick erinnerte an das Stuttgarter Schuldbekenntnis evangelischer Christen von 1945. Dieses Bekenntnis der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) sollte heute noch die Christen aufrufen, ihren Glauben mutig zu bekennen, treu zu beten, fröhlich zu glauben und die Mitmenschen zu lieben. So bleibe die christliche Prägung und Kultur erhalten.

 

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