23.12.2017
Weihnachtsbotschaft

Breit-Keßler: JVA ist keine Reste-Rampe

Bei einem Weihnachtsgottesdienst in der Justizvollzugsanstalt Stadelheim hat die Münchner Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler zu menschlicher Anteilnahme für die Gefangenen aufgerufen.
Mann vor einem vergitterten Fenster

Die ganze Gesellschaft müsse klarer auf die JVAs schauern und ihnen Zeit widmen. So lautet kurz vor Heiligabend 2017 eine Weihnachtsbotschaft der Münchner Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler. »Das hier ist keine Resterampe - weder bei Gefangenen noch bei Beamten und Beamtinnen«, erklärte die evangelische Theologin laut Redemanuskript. »Die einen brauchen uns, um zurückkommen zu können in die Gesellschaft, und die anderen, um nicht weniger zu gelten als andere, renommierte Berufe«, betonte Breit-Keßler.

Die Gefangenen sollten als die Menschen gesehen werden, die sie sind - mit Schattenseiten, Abgründen und Chancen auf Zukunft. Der Glaube an Gott helfe den Menschen, zusammen mit anderen tapfer ihr Leben zu gestalten: »Das Kind in der Krippe ist die personifizierte göttliche Liebe«. Deshalb sei die JVA der Ort, an dem Weihnachten besonders lebendig werde, so die Regionalbischöfin.

 

ShareFacebookTwitterShare

Weitere Artikel zum Thema:

Weihnachten mit Pilzen vom anderen Stern

Duccio di Buoninsegna (1255-1319): Christgeburt mit den Propheten Jesaja und Hesekiel.
Um die Geburt Jesu in Bethlehem ranken sich zahlreiche Legenden und apokryphe Schriften, denn die Evangelisten Lukas und Matthäus liefern nur dürftige Informationen über die Geburt Jesu. Doch das Thema interessierte die Menschen, und so entstanden zahlreiche apokryphe Schriften, die bis heute großen Einfluss auf unsere Krippendarstellungen haben.