12.12.2017
Weihnachten & Advent

Vor Gericht gibt es keine »stade Zeit« vor Weihnachten. Wie eine Richterin dennoch zur Ruhe findet, erzählt die Augsburger Richterin Beate Schabert-Zeidler.
Richterin Beate Schabert-Zeidler

Im Dezember läuft am Augsburger Verwaltungsgericht alles normal weiter. Da gibt es keine stade Zeit. Wir haben zum Beispiel am 20. Dezember noch eine große Kammersitzung, und wir haben auch schon mal am 23. Dezember verhandelt. Es geht alles seinen normalen Gang.

Eine Weihnachtsfeier haben wir am Gericht auch nicht mehr, weil es ja inzwischen überall Weihnachtsfeiern gibt. Dafür begehen wir das neue Jahr mit einer gemeinsamen Feier. Die stade Zeit kommt aber dann zwischen den Jahren bis zum 6. Januar, wenn viele - auch in den Behörden - im Urlaub sind. Dann ist es einfach ruhiger und man kann liegengebliebene Dinge aufarbeiten.

Ruhe in der Vorweihnachtszeit hole ich mir dafür zuhause. Für mich gehört dazu, alles schön adventlich zu dekorieren und ganz viele Kerzen aufzustellen. Allein wenn ich all die Kerzen anzünde, komme ich schon runter. Und dann sind da ja noch meine vier Enkelkinder zwischen 15 Monaten und viereinhalb Jahren.

Ich habe für alle einen Adventskalender gebastelt - das war auch eine sehr schöne Einstimmung auf den Advent. Außerdem gehe ich mit meinem Enkel, der ganz in der Nähe wohnt, auf den Augsburger Christkindlmarkt, wo er dann sein versprochenes Räuchermännchen bekommt.

Ein fester Termin im Advent für meinen Mann und mich ist auch ein verlängertes Wochenende in Brixen. Da können wir uns total ausklinken, zusammen Zeit verbringen, über die Weihnachtsmärkte bummeln, die Südtiroler Berge genießen und zur Ruhe zu kommen. Meistens machen wir das am ersten oder zweiten Advent.

Beate Schabert-Zeidler (65) ist Vorsitzende Richterin am Verwaltungsgericht Augsburg und Mitglied der bayerischen evangelischen Landessynode.

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