Corona
Bei "Querdenker"-Demonstrationen kam es zu Angriffen auf Journalisten. Der Deutsche Journalisten-Verband fordert nun einen stärkeren Schutz von Pressevertretern.

Nach Angriffen auf Journalistinnen und Journalisten am Rand von "Querdenker"-Demonstrationen in mehreren deutschen Großstädten fordert der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) einen stärkeren Schutz von Pressevertretern durch die Polizei.

Forderung des DJV: Zahl der Einsatzkräfte aufstocken

Die Zahl der Einsatzkräfte sei vor den Demonstrationen massiv aufzustocken, erklärte DJV-Vorsitzender Frank Überall am Samstagabend in Berlin. "Solche Angriffe müssen verhindert werden." Die Ermittlungsbehörden seien aufgefordert, alle Versuche konsequent zu ahnden, die auf die Einschränkung der Pressefreiheit durch fanatische Randgruppen abzielten.

Angriffe und Beschimpfungen bei "Querdenker"-Demos

Bei der "Querdenker"-Demo am Samstag in Dresden soll ein Journalist angegriffen worden sein. Vier Polizisten seien außerdem verletzt worden, so der DJV. In Stuttgart sei ein SWR-Fernsehteam attackiert, aber nicht verletzt worden.

Außerdem seien Journalisten mit "Lügenpresse" beschimpft worden, die in der Nähe des Landtags Vorbereitungen für die Wahlberichterstattung am Sonntag trafen. Auch bei Corona-Demos in anderen deutschen Städten wurden nach Angaben der Gewerkschaft Berichterstatter angepöbelt.

Nach einer Demonstration am 7. März in München hatte ein Teilnehmer versucht, einem Journalisten die Kamera zu entreißen. Der Täter entkam, wurde aber bei einer Protestversammlung an diesem Samstag erkannt und festgenommen. 

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Kommentar

Die Demokratie braucht freie, unabhängige, der Wahrhaftigkeit und Menschenwürde verpflichtete Medien: als Dienstleister und Wächter zugleich. Gerade in Zeiten, in denen Lügen, Halbwahrheiten und Filterblasen demokratische Gesellschaften zu zerreißen drohen. Ein Kommentar von Stephan Bergmann.

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