5.04.2018
Mystik und Spiritualität

Meditation kommt aus dem Fernen Osten? Falsch. Die gab es schon vor 2000 Jahren und gehört auch zum Christentum. Allerdings ist diese Praxis im Laufe der Jahrtausende aus der Mode gekommen. Dabei finden heute immer mehr spirituell Suchende ihre Antworten bei den Mystikern. Sie stellen fest: Wir können von den Wüstenvätern lernen, nämlich uns aufs Wesentliche zu konzentrieren.

Katharina Ceming ist Theologieprofessorin, Philosophin und Publizistin. Sie hat entdeckt, dass es auch im Christentum schon ganz früh eine Spiritualität gegeben hat, die der fernöstlichen sehr ähnlich ist: die der Wüstenväter. Im 3. und 4. Jahrhundert nach Christus haben sich in Ägypten Männer und Frauen in der Einsamkeit der Wüste auf die Suche nach sich selbst gemacht. Jeder von uns kann auch heute noch privat und beruflich viel von ihren Weisheiten profitieren. Katharina Ceming hat ihre Geschichte erforscht und ein Buch darüber geschrieben – sehr unterhaltsam übrigens – es heißt "Ab in die Wüste!".

Was wir heute von den Wüstenvätern lernen können, ist unter anderem mehr Gelassenheit. Die erreiche ich, indem ich mich in jemanden hineinversetze, der mich aufregt, um dann mit einem Lächeln statt mit Ärger zu reagieren.

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