Kindeswohlgefährdung
Damit das Thema Kindeswohlgefährdung in Deutschland nicht untergeht, macht das SOS-Kinderdorf gemeinsam mit Prominenten auf das Thema aufmerksam.

Mit der Aktion #alle13minuten will das SOS-Kinderdorf gemeinsam mit Prominenten auf das Thema Kindeswohlgefährdung in Deutschland aufmerksam machen. Die Corona-Pandemie habe die Situation in vielen Familien massiv verschärft, teilte die Organisation mit Sitz in München mit.

Alle 13 Minuten müsse ein Kind zum eigenen Schutz aus seiner Familie genommen werden.

Bundesligaprofi Marco Reus, TV-Moderatorin Nazan Eckes und Sänger JORIS rufen mit dem Verein auf, Familien in der Krise besser zu unterstützen und Kindeswohlgefährdung und Vernachlässigung nicht hinzunehmen.

Gerade in Zeiten sozialer Kontaktbeschränkungen und geschlossener Bildungs- oder Betreuungseinrichtungen seien junge Menschen häuslicher Gewalt und Vernachlässigung oft schutzlos ausgeliefert.

Ziel: Kindeswohlgefährdung entgegenwirken

Gewalt, Vernachlässigung und Streits seien für viele Kinder der Kampagne zufolge trauriger Alltag. Überforderung, Überlastung oder mangelnde Unterstützung brächten immer mehr Familien an ihre Grenzen. 2019 erreichte die Statistik mit 55.527 Gefährdungen einen neuen Höchststand. Knapp 60 Prozent der Kindeswohlgefährdungen seien auf Vernachlässigung zurückzuführen. Die Dunkelziffer liegt vermutlich deutlich höher.

Das SOS-Kinderdorf hat sich zum Ziel gesetzt, Kindeswohlgefährdungen mit gezielter präventiver Hilfe für Familien vorzubeugen.

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